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Hormontherapie bei Prostatavergrösserung und Prostatakrebs


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Prostatakrebs

Quelle: Ky/Science, St. Galler TB, 19.11.05/29


Kein Krebs ohne „Freie Radikale“

Krebs, Entzündungen, vorzeitiges Altern, Herzinfarkt, Diabetes:
Überall sind die Freien Radikale massgeblich mitbeteiligt.

„Freie Radikale“ werden als natürliche Stoffwechselprodukte permanent in unserem Körper produziert und erfüllen grundsätzlich lebenswichtige Aufgaben. Umweltbelastungen, Ernährungsmängel, körperlicher oder seelischer Stress können zu einer unkontrollierten Produktion freier Radikale führen. Die Selbstregulation durch den Körper ist gestört. Übersteigt die Bildung freier Radikale eine gesunde Konzentration, spricht man von „oxidativem Stress“, der sich labormässig feststellen lässt. Die chemisch schnell und agressiv wirkenden freien Radikale stören und zerstören wichtige Funktionen und Strukturen im Körper wie z.B. Zellmembrane oder DNA (Gensubstanz), wodurch Krankheiten entstehen und unser Organismus vorzeitig altert.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen eindeutig den Zusammenhang zwischen Freien Radikalen und Krebserkrankungen von Prostata und Gebärmutter.

Jede unserer 50 Billionen Zellen erleidet täglich zirka 10’000 Angriffe durch freie Radikale. Wir können uns aber schon morgens mit einem antioxidanzienreichen Frühstück vor den tagsüber anflutenden freien Radikalen schützen.

Zigarettenrauchen

Pro Zigarette entstehen etwa 50 bis 100 Billionen freie Radikale!

Oxidativer Stress

Gesamtheit aller Faktoren, die den Abbau giftiger Stoffwechselprodukte verlangsamen.

Freie Radikale

Stoffwechselabbauprodukte, die der Körper selbst nicht ausscheiden kann.

In kleinen Mengen nützlich: Stimulierung des Immunsystems
In grossen Mengen schädlich: Zerstörung der Zellen
Schädigung der Gensubstanz
Folge: krebsige Entartung
Auslöser jeder Entzündung

Antioxidanzien

Gesamtheit aller Substanzen, welche die „Freien Radikale“ unschädlich machen:
Vitamin C, Selen, Vitamin E, Beta-Karotin
Sekundäre Pflanzenschutzstoffe, Phytamine (Obst, Gemüse in "Grün-Rot-Gelb")


Die Bedeutung des Prostata-spezifischen Antigens (PSA)

PSA wird nicht nur in der Prostata, sondern auch im Brustgewebe gebildet.
PSA ist nicht nur beim Prostatacarcinom, sondern auch bei Prostataentzündung erhöht.

Ein sich entwickelndes Prostatacarcinom braucht mit dem Wachstum immer mehr Gefässe. Diesen Vorgang der Neubildung von kleinen Blutgefässen nennt man „Angiogenese“.
PSA, von den gesunden Zellen in der Nachbarschaft des Krebses gebildet, hemmt die Angiogenese.
PSA gilt als Mass für die biologische Aktivität der gesunden Prostatazellen.
Bei kleinen Carcinomherden ist der PSA Wert im Normbereich.

Testosteron und Progesteron sind Energielieferanten. Östrogen andererseits kann zum Energieräuber werden. Je tiefer die Werte für Testosteron und Progesteron und je höher die Werte für Östrogen sind, desto grösser ist der Energieverlust in den gesunden Zellen. Krebs-zellen behalten aber ihr Energiepotential und verwenden es zur Angiogenese. Nur gesunde Zellen mit ausgeglichener Hormonbalance sind befähigt, eine gut funktionierende Verteidigung mit PSA Bildung aufzubauen.

Die Prostata ist hormonell gesteuert und reagiert empfindlich

Die Prostata ist im Normalfall kastaniengross. Die Harnröhre, die den Urin aus der gefüllten Blase befördert, verläuft zentral durch die Prostata, bevor sie durch den Penis geht. Oberhalb und unterhalb der Prostata verhindern zwei Verschlüsse den unfreiwilligen Harnabgang. Beim Wasserlassen sind beide offen, beim Samenerguss nur der untere, so dass kein Samen in die Blase fliesst.

Der Stoffwechsel der Prostata wird von den Hormonen Testosteron, Progesteron und Östrogen gesteuert. Sie unterliegen einer zentralen Steuerung durch die Hypophyse. Die zwei Hypophysenvorderlappenhormone FSH und LS steuern die Hodenfunktion und die Hormonproduktion. Die Steuerung von FSH und LH selbst erfolgt dabei über den Hypothalamus. Es gibt Hinweise dafür, dass Östrogen und Testosteron die gleichen Andockstellen aktivieren und der Hypothalamus nicht mehr zwischen Östrogen und Testosteron unterscheiden kann. Wenn nun der Östrogenspiegel ansteigt (Östrogendominanz), wird über die hypothalamische Steuerung logischer-weise weniger Testosteron gebildet. Daraus resultiert: Östrogendominanz und Testosteronmangel


Östrogendominanz und Testosteronmangel sind die bedeutendsten Faktoren bei der Entstehung des Prostatacarcinoms

Testosteron und Progesteron sind „Energielieferanten“, sie wirken aufbauend, anabol, während Östrogen ein „Energiefresser“ darstellt, also abbauend, katabol, wirkt.

Mit der Hodenentfernung, welche bei der Behandlung des Prostatacarcinoms üblich ist, wird immer auch Progesteron und Östrogen gesenkt, was im Körper zu einer Hormondysbalance führt. Wichtig für die Gesundheit sind nicht die absoluten Werte der einzelnen Hormone, sondern das Verhältnis zueinander, wobei dem Verhältnis ÖSTRADIOL ZU TESTOSTERON (T/E2) eine herausragende Bedeutung zukommt. Bei der Hormonersatztherapie in den Wechseljahren wird der Frau Östradiol
(und künstliches Progesteron, Gestagene) zugeführt, nicht aber Testosteron, welches gemäss einer Studie die Östrogendominanz verstärkt und das Risiko für Brustkrebs erhöht.

Die Parallelen bei der Entstehung von Brust- und Prostatakrebs sind offensichtlich: Östrogendominanz verbunden mit einem Mangel an Testosteron und Progesteron.

Skriptinhalt (Downloadbereich):

Kein Krebs ohne „Freie Radikale“
Krebs, Entzündungen, vorzeitiges Altern, Herzinfarkt, Diabetes: Überall sind die Freien Radikale massgeblich mitbeteiligt
Die Bedeutung des Prostata-spezifischen Antigens (PSA)
Die Prostata ist hormonell gesteuert und reagiert empfindlich
Östrogendominanz und Testosteronmangel sind die bedeutendsten Faktoren bei der Entstehung des Prostatacarcinoms
Die „gutartige Prostatavergrösserung“
Das Prostatacarcinom
Die Östrogendominanz - Ursachen
Testosteron
Progesteron
Östrogen
Phytoöstrogene
Dehydroepiandrosteron (DHEA)
DHEA: Wirkungen und Besonderheiten: Vitalstoffe und Phytamine bei Prostataerkrankungen
Kürbissamenöl
Selen
Zink
Vitamin E
Vitamin C
Lykopin
Grüntee Extrakt
Quercetin
Indischer Weihrauch - Boswellia Serrata
Ackerwinde - Convolvulus Arvensis
Kreuzblütler
Chrysin
Maitake Pilz
Bewegung - Sport
Positives Denken
Denken verbessert das Immunsystem
Die therapeutischen Richtlinien
Phytamine: Vorkommen und Wirkung
Hitliste der krebshemmenden Nahrungsmittel
Prostatamittel - Handelspräparate
Schulmedizinische Therapie des Prostatacarcinoms
Chirurgische, chemische oder bestrahlungsinduzierte Kastration
Operative Therapie
Mögliche Vorgehensweise nach der Prostatektomie, je nach Befund
Wenn der PSA Wert nach der Operation ansteigt
Bei Rezidiv nach Operation
Stahlentherapie
Rezidiv nach Bestrahlung
Hormontherapie
Wirkungsdauer einer Hormontherapie
Hormonpräparate
Chemotherapie des metastasierenden Prostata-Carcinoms und Hormonunwirksamkeit
Zukunftsaussichten