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PMS - Das prämenstruelle Syndrom


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Die zweite Zyklushälfte: Gelbkörperphase (Lutealphase)

Die Gelbkörperphase - Lutealphase - ist die Zeitspanne zwischen Eisprung und Mentruation und in der Regel ziemlich konstant: 14 (± 2) Tage.
Die zweite Zyklushälfte wird bestimmt vom Progesteron. Nach dem Eisprung steigt der Progesteronspiegel an, erreicht Mitte der tweiten Zyklyshälfte den Höhepunkt und fällt gegen Ende der zweiten Zyklyshälfte deutlich ab. Der Progesteronabfall erst löst die Menstruation, das Ausstossen der Gebärmutterschleimhaut aus.


Mögliche Ursachen des PMS:

1. Unausgewogene Ernährung (arm an pflanzlichen Östrogenen, reich an tierischen Fetten)
2. Hormonelles Ungleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron
3. Störung der Hirnbotenstoffe Dopamin und Serotonin


Mögliche Symptome des PMS:


PMS-A (Angst):

Angst, Reizbarkeit, Nervosität

PMS-H (Hyperhydration):

Gewichtszunahme, Brustschwellung, Ödembildung (Wasserstau)


PMS-C (Craving):

Kohlenhydratheisshunger, Appetitsteigerung, Müdigkeit, Migräne


PMS-D (Depression):

Depression, Verwirrtheit, Suizidgedanken, Lethargie, Schlaflosigkeit

(Einteilung in Anlehnung an: Uwe Gröber, "Klassifizierung der PMS-Symptome", Mikronährstoffe in der Praxis, ISDN-13: 978-3-8047-2270-5)


Therapie des PMS:

Ernährung:


Ausgewogene, ballaststoffreiche, gemüsereiche, salzarme Ernährung.
Süssigkeiten, Kaffee, Alkohol meiden.
Sparsamer Umgang mit tierischen Fetten (Arachidonsäure arme Ernährung)

Progesteron

Verhinderung/Abflachung des Progesteronabfalls: Progesteron Creme 1.5% SevisanaLine

Hemmung der
Entzündung

a) medikamentös (Hemmung der Prostaglandine: Ponstan, Aspirin u.a.)
b) Nachtkerzenöl (enthält die entzündungshemmende Gamma-Linolensäure)
c) Fischöl (Gegenspieler der Arachidonsäure, hemmt die entzündlichen Reaktionen)
d) Progesteron (Progesteronentzug fördert entzündliche Reaktionen)

Vitamin B6

Wichtigstes Vitamin in der Behandlung des PMS: Wichtig: Aktiviertes Vitamin B6 ist schneller und besser wirksam als nicht aktiviertes B6

Hirnbotenstoff
Serotonin

Natürliches Serotonin:
5-HTP (Griffonia simplicifolia)

Serotoninvorläufer:
Tryptophan (eiweissreiche Nahrung mit hohem Tryptophan-Gehalt: Fisch, Käse, Nüsse oder
Fleisch). Kohlenhydrate bezw. Insulin verbessern die Hirngängigkeit von Tryptophan

Serotonin-Wiederaufnahme-hemmer:

Johanniskraut hochdosiert, Seropram, Cipralex u.a. (chemisch)

Hirnbotenstoff
Dopamin

Schokolade enthält bis zu 0,7 Prozent Phenylethylamin, was die Ausschüttung von Dopamin bewirken kann.
Ginseng fördert die Dopaminaktivität. Die guten Wirkungen der Ginsengwurzel auf die Lebens- und Immunaktivität beruhen nicht zuletzt auf der Kräftigung der körpereigenen Dopaminaktivität. Dopamin löst Glücksgefühle aus.
Dopamin ist im Blut von Verliebten reichlich vorhanden. Offenbar spielt das Molekül im Liebesspiel eine tragende Rolle. Dopamin, steigert die körperliche Motivation und wirkt euphorisierend.

Mikronährstoffe
Viele Mikronährstoffe sind in der Behandlung des PMS unterstützend wirksam:
Vitamin C + in Kombination mit Bioflavonoiden (kann starke Periodenblutungen reduzieren)
Magnesium, Calcium, Vitamin E, Vitamin B-Komplexe, Coenzym Q10 NT, Zink, Chrom, Mangan, Selen

 

Erste Therapiewahl
Präparat
Dosierung
Progesteron
Progesteron Creme 1.5% SevisanaLine

Menge von ca. 1 1/2 Teel. abends
Beginn: 7 Tage vor Menstruation

Gamma-Linolensäure
Epogam (Nachtkerzenöl, kassenzulässig)

2-4g pro Tag
Beginn: 7 Tage vor Menstruation

Vitamin B6

Vitamin B6 - P5P50, aktiviert (PE), 100mg

2 Tabletten täglich
Beginn: 7 Tage vor Menstruation

Mehr Info über die Anwendung von Progesteron Creme 1.5% SevisanaLine: Basisprogramm Wechseljahre, pdf, 604 KB

 

Zweite Therapiewahl
Präparat
Dosierung
Coenzym Q10
Coenzym Q10 NT 30 mg SevisanaLine
30-90 mg täglich
Fischöl
Epa-Pro SevisanaLine 500 mg
6 Kps. täglich
Vitamin E (nur gamma Vitamin E!)
reichlich enthalten in Rapsöl
1 Kps. täglich
Beginn: 7 Tage vor Menstruation
Ginseng
Panax Ginseng
30 Tropfen täglich

Mehr Info zu Coenzym Q10 NT und EPA-Pro SevisanaLine: Produkte

 

Vitamin B6 (Pyridoxin)

Hauptvorkommen

Mangelerscheinung

Hauptbedeutung

 

Fleisch, Fisch, Leber, Niere, Milch, ganzes Getreide, Kartoffeln, Hefe, Weizenkeime

Störungen Wachstum, Proteinsynthese, Hautveränderungen, nervöse Störungen

Als Enzym bei verschiedenen Abbau Reaktionen des Proteinstoffwechsels; Beteiligung im Stoffwechsel der Fette und Kohlenhydrate

 

 

Dosierung

Besonderes

 

 

2 mg - 6 mg

Toxizität ? 1000 mg/d
Reservekapazität 2 – 6 Wochen.
Zentrale Rolle im Aminosäurestoffwechsel, Synthese von Nervenbotenstoffen,
Auf- und Abbau von Eiweissen, Aufbau roter Blutkörperchen, Immunsystem,
Wichtig für Entgiftung des Homocysteins

 

L-Tryptophan

Hauptvorkommen

Mangelerscheinung

Hauptbedeutung

essentiell

Fisch, Fleisch Milch und Milchprodukte, Bananen, Sojabohnen, Linsen, Erdnüsse

Hauterkrankungen
Schlafstörungen
Störungen im zentralen Nervensystem
Serotonin-abhängige Depression

L- Tryptophan ist die Vorstufe des Neurotransmitters Serotonin und des Epiphysenhormons Melantonin. Im Gegensatz zu Serotonin ist Tryptophan in der Lage, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden. L-Tryptophan wird zur körpereigenen Niacin-Synthese benötigt.

 

 

 

Dosierung

Therapeutische Einsatzmöglichkeiten

 

 

0,5 - 3 g pro Tag

Depressionen, prämenstruelle Verstimmungen, Schlafstörungen, Fibromyalgie, Muskelentspannung

Die Winter-Depression führt häufig zu Tagesmüdigkeit, die viele Menschen mit Kaffee bekämpfen. Die Menschen im Norden trinken davon grössere Mengen. Kein Zufall: Koffein "kurbelt" Serotonin an.

Tryptophan ist in vielen Lebensmitteln enthalten. Vor allem in Milch und Milchprodukten wie z.B. Käse kommt es in hoher Konzentration in Form von Lactalbumin vor. Es findet sich aber auch reichlich in Geflügel, Rindfleisch, Eiern, Erbsen, Nüssen und Kartoffeln.

Tryptophan ist auch in Kakaobohnen (Schokolade) enthalten. Als Vorstufe des Serotonins ist Tryptophan für die leicht stimmungsaufhellende Wirkung von Schokolade mitverantwortlich. Der hohe Tryptophangehalt der Milch scheint für ihre schlaffördernde Wirkung verantwortlich zu sein.

Schlafstörungen könnten durch einen Mangel an Tryptophan bedingt sein. Nur wenn ausreichend Tryptophan vorhanden ist, vermag der Körper ausreichend Serotonin zu bilden. Serotonin ist mitverantwortlich für innere Ruhe und Ausgeglichenheit, Leistungsfähigkeit und geistige Wachheit.

In Kombination mit Magnesium, Vitamin B6 und Zink wirkt Tryptophan rascher und besser.

 

 

Griffonia simplicifolia extrakt (L-5-HTP)

Hauptvorkommen

Mangelerscheinung

Hauptbedeutung

Pflanzenextrakt

Griffonia simplicifolia

Hauterkrankungen
Schlafstörungen
Störungen im zentralen Nervensystem
Serotonin-abhängige Depression

Griffonia simplicifolia ist eine Pflanze aus Ostafrika, welche mit ihrem Inhaltsstoff L-5-HTP das pflanzliche Ebenbild der Aminosäure L- Tryptophan enthält. Diese Substanz hat die gleichen Eigenschaften wie das normale L-Tryptophan, nur es hat den Vorteil, dass es die Blut-Hirnschranke überwinden und somit viel schneller und noch effizienter wirken kann.

 

 

Dosierung

Weitere therapeutische Einsatzmöglichkeiten

 

 

0.05-0.3 g pro Tag

Depression, Fibromyalgie, Migräne, Rheuma, Schizophrenie, Schlafstörungen, stimmungsaufhellend

Erhältlich als Bestandteil von Aminosäuren Mischungen. Interessenanfrage: Mail to: Dr. med. Jürg Eichhorn