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Phyto - Östrogene


Phyto - Östrogene gehören chemisch zu den Polyphenolen und kommen als sekundäre Pflanzenschutzstoffe in über 300 Pflanzen vor, vorzugsweise in den äusseren Schichten der Pflanzenorgane

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Mehr Infos (Vorträge, Skripte, Broschüren) im Downloadbereich: Rubrik Fachinformationen, Ernährung und Krebs-Onkologie

Pflanzliche Östrogene: Phyto - Östrogene

Phyto - Östrogene sind organische Verbindungenmit östregenähnlichen Wirkungen..

Man unterscheidet verschiedene Substanzklassen, wobei die Lignane und die Isoflavonoide die wichtigsten sind. In einer einzelnen Pflanze können verschiedene Phytoöstrogene vorkommen. Der Gehalt an diesen sekundären Pflanzenschutzstoffen ist abhängig vom Klima, der Erntezeit und den Verarbeitungsmethoden.

Ihre Wirkung kann grundsätzlich zweierlei sein: 

1.   Wirkung als „schwache Östrogene
2.   Bereitstellung von anderen Ausgangssubstanzen mit Östrogenaktivität. 

Die Östrogenwirkung der pflanzlichen Östrogene ist rund 500-1000x schwächer als unser körpereigenes Östrogen (17-Beta-Östradiol). Bei pflanzenreicher Ernährung sind aber im Blut 10- bis 1000- fach höhere Konzentrationen nachweisbar. Bei pflanzenreicher Ernährung finden sich aber auf der anderen Seite weniger körpereigene Östrogene im Urin, was den Einfluss der pflanzlichen auf die körpereigenen Östrogene beweist:

Östrogenmangel

Die Phytoöstrogene wirken als schwache Östrogene, beeinflussen u.a. also auch die Knochendichte positiv.

Östrogendominanz

Die Phytoöstrogene verdrängen das stärker wirkende körpereigene Östrogen indem sie am Rezeptor konkurrenzieren. Dies erklärt auch die brustkrebshemmende Wirkung der Phytoöstrogene, wenn sie nierdig dosiert eingesetzt werden.

Phyto - Östrogene haben eine Bindungsfähigkeit an die Andockstelle körpereigener Östrogene. Auf das Körpergewebe (z. Bsp. Fettgewebe) können sie eine Pro-Östrogenwirkung oder auch eine Anti-Östrogenwirkung haben. 

Welcher der beiden Effekte eintritt ist abhängig von der Östrogenmenge, die unser Körper noch produziert beziehungsweise, wie viele Andockstellen bereits besetzt sind. 

Bei tiefen Östrogenspiegeln, Menopause, werden die Andockstellen mit Phyto - Östrogenen besetzt, die so einen schwachen Pro-Östrogenwirkung haben.

Bei hohen Östrogenspiegeln (Östrogendominanz, gewisse Fälle von PMS) agieren die Phyto - Östrogene kompetitiv mit den körpereigenen Östrogenen.

Der Östrogeneffekt dieser angedockten Phyto - Östrogene ist wesentlich schwächer als bei den körpereigenen Östrogenen. 

Phytoöstrogene bieten Schutz gegen hormonabhängige Tumoren, indem sie auf verschiedene Weise den Hormonhaushalt. beeinflussen. So greifen sie gezielt in den Stoffwechsel des Sexualhormons Östradiol ein. Für dessen Abbau gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Als Metaboliten können entweder Östriol oder Catechol-Östrogen entstehen. Während eine hohe Konzentration an Östriol das Brustkrebsrisiko nach der Menopause steigert, nimmt Catechol-Östrogen kaum Einfluss auf das Tumorwachstum. Im Tierversuch fördern Phytoöstrogene die Bildung des harmloseren Abbauproduktes.
Der gleiche Effekt wurde bei Glucosinolaten beobachtet, zum Beispiel dem für Weisskohl typischen Indol-3-Carbinol. In einer klinischen Studie konnten Wissenschaftler der RockefeIler University und des Instituts Hormone Research in New York, USA, zeigen, dass sich die Synthese von Catechol-Östrogen durch die tägliche Aufnahme von 500 Milligramm dieser Substanz - das entspricht 400 Gramm Weisskohl - nach bereits sieben Tagen um 50 Prozent gesteigert hatte.
Darüber hinaus regen Phytoöstrogene die Produktion des «Sex - Hormone- Binding-Globuline» (SHBG) in der Leber an. Dieser Eiweissstoff wird ins Blut abgegeben und geht dort mit den Östrogenen eine so feste Bindung ein, dass sie biologisch nicht mehr aktiv sind und damit auch auf das Krebsgeschehen keinen Einfluss mehr haben.

Phytoöstrogene in der Nahrung:

Quelle: Zschr. GanzheitsMedizin Jg. 12, Heft 7/8, November 2000

Hauptgruppe

Wirkung

Substanzklasse

Vorkommen

Flavonoide

 

Binden im Blut zirkulierende Östrogene

Haben eine antioxidative Wirkung auf Sauerstoffradikale

In niedriger Dosierung brustkrebshemmend, in grosser Dosierung brustkrebsfördernd

Isoflavone


Sojabohnen
Sojaprodukte
Linsen
Bohnen
Kichererbsen

Bier, Bourbon
Alfalfa
Pflaumen
 
 
Chalcone
Hülsenfrüchte
 
 
Flavanone

Grapefruitsaft
Zitrusfrüchte
 
 
Flavone


Schlehdorn
Zwiebeln
Grünkohl
Grüne Bohnen
Äpfel
Kirschen
Brokkoli

 
 
Coumestane
Sojasprossen
Klee-Arten (v.a.
Keimlinge)
Alfalfa (Luzerne)
Erbse
Garten-Bohne
Lignane

Einfluss auf Östrogene, Progesteron und Monatszyklus:

10g Leinsamen täglich verlängerten in einer Studie über 3 Monate den Menstruationszyklus

Schützen vor Brustkrebs

Getreide


Leinsamen
Weizen
Gerste
Hopfen
Roggen
Reis
Hafer
)Weizen-)Kleie
Sojamehl
 
 
Früchte/Gemüse

Kirschen
Äpfel
Birnen
Sonnenblumenkerne
Karotten
Fenchel
Zwiebel
Knoblauch
Olivenol

Indolcarbinole

Wandeln körpereigenes Östrogen in das weniger aktive Catechol-Östrogen um, dadurch Brustkrebsrisiko kleiner
 

Senf-Arten
Blumenkohl
Rosenkohl
Sitosterol
 
 

Gemüse
vegetabile Ole
Resorcylsäure-
aktone
 
 

Pilze (z.B. in schlecht
gelagertem Getreide)


Phyto - Östrogene und Ernährung

Insbesondere vor, während und nach der Menopause sollten Frauen täglich 1-2g Phytoöstrogene aufnehmen. In Westeuropa werden aber täglich nur bescheidene 23mg verzehrt. Erste Studien zeigen, dass mit pflanzenreicher - östrogenreicher Ernährung eine wirkungsvolle Krankheitsvorbeugung und Verminderung des Krebsrisikos betrieben werden kann.

Der Verzehr von durchschnittlich 47g Sojaprotein pro Tag senkt das Gesamtcholesterin, das LDL-Cholesterin und die Triglyceride deutlich.

In Japan werden traditionell viele isoflavonoidhaltige Sojabohnenprodukte gegessen. Hormonbezogene Krebsarten wie Brustkrebs und Prostatakrebs sind dort im Vergleich zu Westeuropa und Nordamerika sehr viel seltener.

Frauen mit Mischkost, in deren Urin wenig pflanzliche Hormone zu finden sind, weisen ein deutlich höheres Brustkrebsrisiko auf.

Die wirkungsvollste Vorbeugung gegen die h ormonbezogenen Krebsarten wie Brustkrebs und Prostatakrebs sind eine fettarme und nahrungsfaserreiche pflanzliche Ernährung. Mehr darüber im Downloadbereich: Rubrik Krebs - Onkologie
Ernährung in der Anti-Aging Medizin

 

Wechseljahre - Phytoöstrogene - Soya-Isoflavone

Autor unbekannt

Die Wechseljahre sind durch Veränderungen der hormonellen Abläufe bestimmt. Infolge der Änderung des hormonabhängigen Menstruationszyklus treten die Wechseljahre bei Frauen deutlicher auf. Mit dem Ausbleiben der Menstruation beginnt die Menopause. Das Menopausenalter beträgt In Europa und Nordamerika 51 bis 52 Jahre. Es kann jedoch schon vor dem 40. Lebensjahr liegen.

Oestrogen ist das Hormon, das den Zyklus der Frau beeinflusst. Beim Mädchen wird die Pubertät durch das Ansteigen der Oestrogenproduktlon In den Follikeln ausgelöst. Das Oestrogenniveau bleibt etwa 25 Jahre relativ konstant und nimmt danach kontinuierlich ab.
Da mit zunehmendem Alter in den Eierstöcken nach und nach weniger reife Follikel (Eier) heranreifen, wird auch weniger Oestrogen produziert. Der Zyklus wird unregelmässig. Diesem Zustand versucht der Körper durch zwei andere Hormone entgegenzuwirken. Follikelstimulierendes Hormon (FSH) und luteinisierendes Hormon (LH) werden stossweise von der Hypophyse ausgeschüttet, um die Oestrogenproduktion wieder zu verstärken. Der abnehmende Oestrogenstatus bleibt jedoch erhalten, da wie bereits gesagt, weniger Follikel heranreifen.
Als Folge der verstärkten Ausschüttung von FSH und LH kommt es dann zu den bekannten plötzlich auftretenden Hitzewallungen und den nächtlichen Schweissausbrüchen.
Dies sind die tatsächlichen Hormon bedingten Wechseljahrstörungen. FSH und LH werden beim Mann für die Spermienbildung und Anregung der Testosteronbildung benötigt. So nimmt es nicht Wunder, dass Männer von den gleichen Symptomen betroffen sein können. Die Wechseljahre der Männer sind also auch Wirklichkeit.

Beschwerden wie Stimmungslabilität und Niedergeschlagenheit, Erschöpfungsgefühl,
Schlafstörungen, Innere Unruhe und auch Herzrhythmusstörungen werden oft in
Verbindung mit den Wechseljahren genannt. Diese Symptome sind aber
Hauptsächlich auf gesellschaftskulturelle Faktoren und ein geschwächtes
Selbstwertgefühl zurückzuführen. Ein direkter Oestrogeneinfluss besteht dabei nicht.

Das Hormon Oestrogen ist aber noch an anderen Funktionen des Körpers beteiligt. Es hat einen bedeutsamen Einfluss auf die Spannung der Haut. Es wirkt stabilisierend und stärkend auf die Knochen. Es wirkt der Arteriosklerose entgegen und schützend auf die Blutgefässe.
Der abfallende Oestrogenspiegel führt durch verstärkte Wasser- und Salzausscheidung zur Erschlaffung der Haut. Der Abbau von Knochensubstanz wird massiv beschleunigt, der Cholesterinspiegel verändert sich ungünstig und die Blutgefässe verlieren an Elastizität.

Osteoporose-Risiko und Arterioskleroseentwicklung treten mit abnehmendem Oestrogenspiegel und mit Erreichen der Menopause In den Vordergrund.
Deshalb ist man auch geneigt, aus therapeutischer Sicht Hormonpräparate zu verordnen, um den Wechseljahresbeschwerden, dem Osteoporose Risiko und der Arteriosklerose Entwicklung entgegenzuwirken. Da aktive Hormone beachtliche Wirkungen auf den Körper haben, können unerwünschte Effekte letztlich nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden.
So ist auch vom Oestrogen bekannt, dass es an der Entstehung von Brustkrebs und anderen Krebsarten beteiligt ist.
Man weiss mittlerweile, dass ein langfristig erhöhter Spiegel an aktivem Oestrogen die Bildung von Brustkrebs begünstigt.
Dies erschwert den Umgang mit Oestrogen. Eine Alternative zeigt sich bei den sekundären Pflanzenstoffen auf. So sind bei asiatischen Frauen Wechseljahresbeschwerden nahezu unbekannt. Osteoporose ist auffallend selten und das Risiko an Brustkrebs und anderen hormonabhängigen Krebsarten zu erkranken, Ist erkennbar geringer. Dies gilt auch für den Prostatakrebs bei Männern. Nähere Nachforschungen haben gezeigt, dass der Verzehr von Sojabohnen und Zubereitungen daraus wie Tofu, Sojamilch etc. mit den gesundheitsförderlichen Effekten zusammenhängt. Die Sojabohne ist seit schätzungsweise 5000 Jahren in ihrer Heimat Asien bekannt und als Hauptnahrungsmittel von herausragender Bedeutung.
Denn die Sojabohne besteht zu rund 35 Prozent aus wertvollem pflanzlichem Eiweiss.
Dazu enthält sie 20 Prozent pflanzliches Fett und etwa 30 Prozent Kohlenhydrate. Deshalb gilt sie als nahezu ideales Nahrungsmittel. Vor allem gewährleistet die Sojabohne und entsprechende Zubereitungen aus Soja den Vorteil von Lebensmitteln - eine grosse Sicherheit bei langfristiger Anwendung.
Auffallend bei den Beobachtungen zum Gesundheitszustand in Verbindung mit Sojaverzehr war eine geringere Anfälligkeit für hormonabhängige Tumorerkrankungen wie Brust- und Prostata krebs, stabilere Knochen, geringe Osteoporoseentwicklung und die fast unbekannten Wechseljahresbeschwerden bei Frauen in China und Japan. Die Gesundheitsvorteile verschwanden jedoch in dem Moment, als von sojageprägter Ernährung auf sojaarme, westliche Ernährung umgestellt wurde.
Wechseljahresbeschwerden, Osteoporoseanfälligkeit und Krebserkrankungen treten dann mit derselben Häufigkeit auf, wie sie im westlichen Kulturkreis bekannt sind. Die Sojabohne ist also das entscheidende Bindeglied zum Gesundheitswert.
Allerdings sind nicht die Hauptnährstoffe Eiweiss, pflanzliches Öl und Kohlenhydrate dafür ausschlaggebend.
Es sind die Soja-Isoflavone, die zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören und auch als Phytoöstrogene bezeichnet werden. Ihnen sind die gesundheitsschützenden Eigenschaften zuzuordnen.
Phytoöstrogene sind, wie bereits erwähnt, sekundäre Pflanzenstoffe, die im Körper östrogenähnlich wirken können und besondere Schutzfunktionen ausüben.
Die Oestrogenwirkung der Phytoöstrogene ist sehr viel schwächer als beim Hormon
Oestrogen- nur etwa 1/1000 der Wirkung. Daher wirken Phytoöstrogene
ausgleichend bei niedrigem Oestrogenspiegel wie in der Menopause. Zugleich können
die Phytoöstrogene die Oestrogenwirkungen auf Zellen und Gewebe bei hohem
Hormonspiegel abfedern und dadurch vor allem auch östrogenabhängige
Krebsrisiken so verringern.

Zu den Phytoöstrogenen zählen die Isoflavone der Sojabohne und die Lignane aus
Leinsamen und Getreide (Roggen, Weizen).

Es handelt sich um Polyphenole (sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide, Gerbstoffe) mit östrogenähnlicher Struktur und antioxidativen Eigenschaften. Wie die Beobachtungen zur Ernährung gezeigt haben, sind in Gesellschaften mit hohem Sojaverzehr oder reichhaltiger Vollkorn- und Leinsamenzufuhr durch die aufgenommenen Soja-Isoflavone bzw. Leinsamen oder Getreidelignane die bereits erwähnten Krankheiten und Beschwerden seltener. Isoflavone und Lignane wirken ähnlich und können sich möglicherweise bei gleichzeitiger Zufuhr positiv in der Wirkung verstärken. Man spricht dann von synergistischen Effekten.

Die Isoflavone und Lignane werden im Darm im Zuge der Verdauung durch die Bakterien der Darmflora umgewandelt und erst diese aufbereiteten Isoflavone und Lignane vermitteln die günstigen Wirkungen im Körper.
So hat man festgestellt, dass durch eine geschwächte Darmflora z.B. in Folge Iängerfristiger Einnahme von Antibiotika oder bei Durchfall weniger aktive Isoflavone und Lignane entstehen. Die Schutzfunktionen dieser Stoffe für den Körper können dadurch vermindert werden.
Um eine gleichmässige Aufnahme von Isoflavonen und Lignanen zu erreichen, soll
die Zufuhr über Lebensmittel oder besondere Nahrungsergänzungsmittel daher über den Tag verteilt erfolgen. Letztere können zum Essen verzehrt werden.

Die Umwandlungsrate der Phytoöstrogene wird durch die über den Tag verteilte Zufuhr verbessert.
Denn die Umwandlung der Phytoöstrogene durch die Darmbakterien ist von zentraler Bedeutung für die Schutzfunktionen.

Wie kommt es, dass die von der Darmflora aktivierten Isoflavone und Lignane einerseits bei Hormonmangel östrogenähnlich wirken und anderseits bedrohliche Oestrogenwirkungen abschirmen können - antiöstrogen wirken?

Die aufregende Entdeckung der unterschiedlichen Kontaktstellen (Rezeptoren) für Oestrogen gibt Antwort darauf.
Oestrogen vermittelt seine Wirkung wie andere Hormone auch über Rezeptoren auf die Zelle und veranlasst bestimmte Reaktionen. In den 80er Jahren entdeckte man
neben dem Oestrogen-alpha-Rezeptor auch einen Oestrogen-beta-Rezeptor der ausschliesslich günstige Eigenschaften vermittelt. Auch ist die Verteilung dieser Kontaktsteilen in den Geweben und Organen unterschiedlich. Auf einmal war verständlich, warum die Soja-Isoflavone und Lignane unterschiedlich zu Oestrogen wirken, obwohl sie östrogenähnliche Strukturen besitzen. Die Rezeptoren werden differenziert benutzt.

Die besonderen Eigenschaften der Phyto-Östrogene und deren gesundheitlicher Wert

Die Soja-Isoflavone und Lignane wirken aktivierend auf den Oestrogen-beta- Rezeptor und verstärken so die positiven Oestrogeneigenschaften.
Zugleich schirmen die Isoflavone den risikovermittelnden Oestrogen-alpha-Rezeptor gegen Oestrogen ab. Das Krebsrisiko des Oestrogens wird dadurch geringer.

So finden sich die gesundheitsförderlichen Oestrogen-beta-Rezeptoren bevorzugt in Blutgefässen, Lunge, Prostata, Blase, Knochen und Thymus. Isoflavone unterstützen also deren Funktionen auch nach dem Abfallen des Oestrogenspiegel.
Der Oestrogen-alpha- Rezeptor dominiert u.a. in Brustgewebe Uterus (Gebärmutter), Eierstöcken, Hoden und Leber. Hier schirmen die Isoflavone den Rezeptor gegen Oestrogen ab und tragen zur Minderung des Tumorrisikos bei.


Regulierung der hormonellen Balance und Wechseljahre

Die Phytoöstrogene (Soja-Isofiavone und Lignane) regulieren die Oestrogen-Balance
im Körper. Sie schirmen gegen den Einfluss hoher Oestrogenspiegel ab und wirken
antiöstrogen.
Die Soja-Isoflavone und Lignane leisten einen östrogenähnlichen Beitrag bei niedrigem Oestrogenspiegel und vermindern zugleich das Ansteigen von den Hormonen LH und FSH. Dadurch klingen die klassischen Beschwerden Hitzewallungen und nächtliche Schweissausbrüche ab.
Eine tägliche Zufuhrmenge von 40-50 mg Soja-Isoflavonen reicht aus um nach bestehenden Erfahrungsberichten binnen 14 Tagen bis 3 Wochen diese Beschwerden zum verschwinden zu bringen und das Wohlbefinden zu stärken.
Zugleich wird das Risiko für Oesteoporose und Arteriosklerose, das mit Beginn der Menopause deutlich ansteigt, beachtlich reduziert. Der Zugewinn an Gesundheitswert ist auf lange Sicht wirklich hoch.

Knochenstärkung anstelle Osteoporose Entwicklung

Unter Osteoporose versteht man den kontinuierlichen Verlust von Knochensubstanz bei gleichzeitigem Erhalt der Knochenform. Der Knochen wird infolge zu geringen
Aufbaus nach und nach porös und für Brüche und Verformungen anfällig
(« Witwenbuckel» hat man es früher genannt). Fortschreitende Osteoporose ist zudem ein sehr schmerzhafter Prozess.
Soja-Isoflavone fördern den Erhalt des Knochens und wirken der Osteoporose entgegen. Das erklärt warum in China und Japan trotz geringen Verzehrs von Milchprodukten die Osteoporose nach der Menopause selten ist, während es sich in Europa und Nordamerika genau umgekehrt verhält. Wie ist es zu verstehen?
Ab der Menopause wird der Reiz durch das körpereigene Oestrogen schwach und anstelle der Knochenaufbauzellen wird der Aufbau von Knochenmasse. begünstigt.
Die Soja-Isoflavone hingegen stimulieren die Osteoblasten durch den Kontakt mit dem Oestrogen-beta-Rezeptor. Dieser mässige Reiz reicht aus, um kontinuierlich den Aufbau des Knochens zu fördern.
So wird die Gesundheit stark gemacht, wobei man die Bedeutung der Ernährung nie vergessen darf. Und manche Nährstoffe wie die Phytoöstrogene sind wahrhaftige
Lebensbausteine und so wichtig wie die Lebensmittel oder Mittel zum Leben.