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Nierenschädigungen durch Zahnfüllungen


Gelesen: Praxis Depesche 16/2002

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Nierenschädigung durch Zahnfüllungen

Seit Jahrzehnten schon streiten Wissenschaftler, ob Amalgam gesundheitsschädlich ist oder nicht. Nephrologen aus Ägypten zeigten, dass es tatsächlich zu Nierenschäden kommen kann.
Bei 101 gesunden Erwachsenen wurden in Blut, Urin, Haaren und Nägeln die Hg-Konzentrationen gemessen. 49 hatten ein bis acht Amalgam-Zahnfüllungen. Zudem wurden Marker tubulärer und glomerulärer Nierenschäden bestimmt.
In der Amalgam-Gruppe waren die Quecksilber- Werte in Blut und Urin signifikant höher als bei den Kontrollen und korrelierten mit der Zahl der Füllungen. Die glomeruläre Filtrationsrate war in beiden Gruppen normal

Dagegen wiesen signifikant erhöhte Konzentrationen von N-acetyl-ß-D-Glukosaminidase und Albumin im Urin der Amalgam-Gruppe auf erste tubuläre und glomeruläre Nierenschäden hin.

FAZIT. Durch Amalgam-Zahnfüllungen kann es zu Nierenschäden kommen. Bei Personen
mit erhöhten Quecksilber-Spiegeln in Blut und Urin sollten sie ersetzt werden. (GW)

Mortada W. et al.: Mercury in dental restauration: Is there a risk of nephrotoxicity? Nephrol15 (2002) 171-176