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Multiple Sklerose und Rheuma: Die chronische
Entzündung
"Die Gesundheit
kauft man nicht im Handel, sie ruht im Lebenswandel"
Emil Ritterhaus
Multiple Sklerose und Rheuma
Der Stellenwert der Ernährung
Die notwendige Nahrungsergänzung
Wir kennen heute viele Entzündungsursachen und unterschiedliche
Entzündungsformen.
So gross die Vielfalt auch sein mag, in einem Punkt sind sich alle Entzündungen
gleich. Zur Ausprägung der Entzündungsreaktion und entsprechenden Symptomen
benötigt der Körper die hochungesättigte Arachidonsäure. Der obligate chemische
Vorläufer dieser Fettsäure in der Natur ist die Linolsäure. Beide Fettsäuren
sind praktisch als Baustein in allen Zellumhüllungen unseres Körpers stabil
verankert.
Noch vor wenigen Jahren war man sich der Bedeutung der
Linolsäure für die Entzündung wenig bewusst. Die mit der Nahrung, allen voran
aus pflanzlichen Fetten und Ölen, aufgenommene Linolsäure wird im menschlichen
und tierischen Körper zur Arachidonsäure umgewandelt und in die Zellwände eingelagert.
Wenn nun eine Entzündung in Gang gesetzt wird, sei es durch ein Virus, durch
Bakterien, einen Fremdkörper, oder wie bei der multiplen Sklerose, der chronischen
Polyarthritis oder der Colitis ulcerosa durch einen Autoimmunprozess, dann werden
aus der Arachidonsäure entzündungsförderne Botenstoffe freigesetzt, die dann
verantwortlich sind für Rötung, Schwellung und Schmerz.
Ob ich das Holz im Kamin nun mit einem Streichholz oder
einem Flammenwerfer entzünde ist einerlei.Es wird in jedem Fall nach einer eigenen
Gesetzmässigkeit abbrennen.
Mannigfaltig und bunt waren bisher die Ratschläge zur
"antientzündlichen Ernährung". Im Wirrwar der Empfehlungen finden
wir richtigerweise immer wieder die zwei Grundforderungen: "Weg vom tierischen
Eiweiss" und "Fasten". Beide Forderungen haben einen gemeinsamen
Nenner: Die Reduktion der Linol- und Arachidonsäure in unserer Ernährung.
"Die Patienten haben manchmal mehr Angst vor
dem Misserfolg, als vor der nächsten Verschlechterung"
Dr. med. Olaf Hebener
So kann die Entzündung beeinflusst werden:
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Niederhalten der "feindlichen Armee": Arachidonsäurearme
Lebensweise.
Nachschub an "Kämpfern" drosseln: Mässigung im Linolsäureverzehr.
Ausbau der "Verteidigung": Nahrungsergänzung mit Fischöl
und Vitamin E.
Stärkung der "Logistik": Vitamine, Mineralien, Spurenelemente.
Einschleusen von "Guerillakämpfern", die mit Störaktionen
den Feind auf seinem Boden bekämpfen: Antioxidantienreiche Ernährung
gegen freie Sauerstoffradikale (Brokkoli, Kohlarten, Grüntee).
Selen als stark wirkendes Antioxidans.
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8 Säulen prägen die enzündungshemmende Therapie:
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1.
Die linol- und arachidonsäurereduzierte
Lebensweise als Grundvoraussetzung.
- 2.
Die Nahrungsergänzung mit Fischöl-, eventuell auch Gamma-Linolensäure
.
- 3.
Die Vernichtung freier Radikale und Hemmung der Entzündung mit
Vitamin E.
- 4.
Die Vernichtung freier Radikale mit Selen.
- 5.
Die Vernichtung freier Radikale mit einer antioxidantienreichen Ernährung.
- 6.
Die Nahrungsergänzung mit Muschelextrakten.
- 7.
Die Immunstärkung mit Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien.
- 8.
Die Psychohygiene, weil psychischer Stress das Immunsystem schwächt.
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Oberstes Ziel dieser Therapie ist es, dem chronisch
entzündlichen Geschehen Einhalt zu bieten.
Die Abbremsung erfolgt dabei langsam über Wochen bis Monate, im Gegensatz zu
Kortison,
das mit einer Vollbremsung verglichen werden kann. Dieses Therapiekonzept besitzt gleichermassen für jede
entzündliche Krankheit Gültigkeit, sei es nun Multiple Sklerose, eine rheumatische
Erkrankung oder eine Colitis ulcerosa.
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