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MS: Theorie nach Dr. Kluge
Das Ernährungs- und
Behandlungskonzept nach Dr. med. Ralf Kluge und die bisherigfen Ergebnisse
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Ernährung
bei Multipler Sklerose
Der nachfolgende Beitrag entstammt Informationsmaterial, das von Dr. Kluge verfasst
oder zur Veröffentlichung freigegeben wurde.
Unter
http://www.kluge-therapie.de/
finden Sie die aktuelle Version von Dr. Kluge.
Die
multiple Sklerose wird zu den Autoimmunerkrankungen gezählt. Von daher erklären
sich auch die heutigen Behandlungsformen. Verschiedene medikamentöse Ansätze
können bei einem guten Teil der Patienten Häufigkeit und Ausprägung von Schüben
günstig beeinflussen. Erst neueste klinische Studien mit solchen Medikamenten
befassen sich auch mit der Frage, ob deren Wirkung auf den MS-Schub auch Lebensqualität
und -erwartung verbessert. Insgesamt bleiben die Ergebnisse, die mit derartigen
Medikamenten erzielt werden können, hinter den Erwartungen zurück.
Als
Ursache der MS werden erbliche Vorbelastungen und/oder Virusinfektionen während
der Jugendzeit vermutet; als letztliche Auslöser diskutiert man unterschiedlichste
Stressoren. Bisher ist allerdings kaum versucht worden, den zugrundeliegenden
Störungen, die vor der Entzündungsreaktion stattfinden, näher zu kommen. Auch
wurde immer wieder über verschiedene Ernährungsformen spekuliert, doch blieben
die Ergebnisse entsprechender Untersuchungen insgesamt enttäuschend.
Seit
Ende der 80er Jahre ergaben sich nun Erkenntnisse, die auf bestimmte erbliche
Faktoren hinweisen.
Es
wird angenommen, daß ein leichter Fehler in der Erbsubstanz dazu führt, daß
bestimmte Vorgänge in den Zellen, vor allem der Markscheide, nur mit verminderter
Leistung stattfinden können. Diese geringe Leistungsfähigkeit betrifft die Aktivität
bestimmmter Enzyme (Fermente, vor allem Ornithin-Transcarbamylase), die für
die Verstoffwechselung verschiedener Aminosäuren sowie für die Bindung von Ammoniak
(ein starkes Zellgift) Bedeutung haben.
Ergebnis
dieses Funktionsmangels ist eine Übersättigung der Zellflüssigkeit und des Blutes
mit Ammoniak, wie sie auch von anderen - u.a. auch erblichen - Erkrankungen
bekannt ist. Der gestörte Stoffwechsel dient zum einen der Bindung des giftigen
Ammoniaks, zum anderen der Bereitstellung von Energie. Deshalb können Fehlfunktionen
die gesamte Zelle gefährden.
Die
Untersuchungen zeigen, dass bestimmte Aminosäuren, z.B. Arginin, Glutamin, Tyrosin,
Asparagin in den Zellen (Anm.: von MS-Patienten) zu hoch konzentriert vorkommen.
In der Folge kommt es zu hohen Ammoniakkonzentrationen.
Das
zellschädigende Moment in dieser Gedankenkette ist also zum einen das Zellgift
Ammoniak, zum anderen die zu hohe Konzentration bestimmter Aminosäuren. Deshalb
gilt es,
1.
die Zufuhr ungünstig wirkender Aminosäuren soweit zu vermindern, wie es nötig
ist. Dies sollte
vorsichtig und möglichst für jede der betroffenen Aminosäuren gezielt
geschehen, da die
allgemeine Reduktion der Eiweissaufnahme auf Dauer schädlich ist.
2.
das ständig in gewissem, unvermeidbarem Mass anfallende Ammoniak zu entziehen.
Hierzu wird ein harmloser, ballaststoffartiger Spezialzucker, Lactulose, verwendet.
Die Ernährung mit spezifischen Eiweissen
Mediziner,
Biochemiker, und Ernährungsphysiologen legten die Basis für einen ernährungsphysiologischen
Ansatz, der die genannten Anforderungen weitgehend berücksichtigt. Das von diesen
Wissenschaftlern entwickelte Nahrungsergänzungsmittel ist eiweiss- und ballaststoffreich
und hinsichtlich der genannten Aminosäuren optimal zusammengesetzt. Je nach
akutem Zustand des einzelnen Patienten sollte mehr oder weniger stark normales
Nahrungseiweiss durch dieses Nahrungsergänzungsmittel ersetzt werden.
Aufgrund
der Aminosäuren in den üblichen Lebensmitteln ergibt sich für die übriger Ernährung
(Anm: sog. Beikost) einer vegetarische Kost mit einigen wenigen Besonderheiten.
Ausführliche Anleitungen zum Gesamtkonzept und zur Ernährung enthält die eine
umfangreiche Informationsschrift.
Insbesondere
bei Patienten mit fortgeschrittener MS können sich im Verlauf der Behandlung
positive Veränderungen der Funktion der Schliessmuskel an After und Harnblase
sowie an den Skelettmuskeln ergeben. Daraus leiten sich für die Patienten sowie
die behandelnden Ärzte besondere Verhaltensmassregeln ab. Um die Möglichkeiten,
die die Anwendung des Konzeptes bieten, möglichst
erfolgreich
umzusetzen, ist es dringend ratsam, dies gemeinsam mit dem behandelnden Arzt
zu tun. Bei Interesse, sich nach diesem Konzept zu ernähren und auch die notwendigen
begleitenden Massnahmen auszuführen, sollte man sich die Unterstützung eines
Arztes sichern.
Er/Sie
wird von der GSGN e.V.bei Bedarf ausführlich über die auszuführenden Massnahmen
unterrichtet. (Anm.: Info-Telefon Berlin, Freitags 9.00 - 12.00 Uhr, ausser
an Feiertagen 030- 41 85 18 72).
Durch
die regelmässige und dauerhafte Anwendung dieses ernährungsphysiologischen Konzeptes
liessen sich bei einem Grossteil der Patienten deutliche Besserungen erreichen.
Als besonders günstig für den Erfolg erwies es sich, die Anleitungen zu diesem
Konzept aufs genaueste einzuhalten.
Im
Laufe einer erfolgreichen Anwendung des Konzeptes kommt es zu Veränderungen
der Muskelkontrolle. Damit ist eine vorübergehende, scheinbare Verschlechterung
verbunden, die nicht mit einem MS-Schub verwechselt werden darf. Vielmehr handelt
es sich hinsichtlich der Skelettmuskulatur um den Verlust der körperstabilisierenden
Spastik; deshalb sollte in die Anwendung dieses Konzeptes auf jeden Fall der
behandelnde Arzt einbezogen werden. Der jeweiligen Veränderung entsprechend,
kann er dann z.B. die Dosierung eventuell verordneter Medikamente (vor allem
Muskelrelaxantien) anpassen oder die angemessene Physiotherapie anordnen.
Bisherige
Ergebnisse (zusammengestellt nach verschiedenen Veröffentlichungen, ohne Werte
aus der Zeitschrift "Alternative Therapien");
"Dr.
Kluge behandelt gegenwärtig mehr als 100 Patienten (Anm.:1999 mehr als 600)
mit multipler Sklerose. Die bisher erzielten Ergebnisse wurden einer Zwischenauswertung
unterzogen. Zum Zeitpunkt der Auswertung hatten 48 Patienten über 2 Jahre diese
Ernährung hinter sich, die Ammoniak reduziert und für eine optimale Aminosäurezufuhr
sorgt.
Der
allgemeine Masstab, mit dem der Schweregrad der Erkrankung angegeben wird, ist
die sogenannte Kurtzke-Skala, auch EDSS genannt (auf deutsch etwa "erweiterte
Skala des Schweregrades der Behinderung").
Nur
13 der hier erfassten 48 Patienten wiesen einen schubförmigen Verlauf auf, 35
sind also vom primär oder sekundär chronisch-progredienten Typ. Bei keinem Patienten
ergaben sich nach Beginn der gezielten Ernährung weitere Verschlechterungen,
solange sie konsequent dem Behandlungskonzept folgten.
Kurve:
Durchschnittlicher
Wert auf der EDSS von 48 Patienten mit zuvor mehrheitlich chronisch-progredientem
Verlauf bei konsequenter Einhaltung des Ernährungskonzeptes. In jedem Untersuchungszeitpunkt
waren Patienten mit unerschiedlichen höheren und niedrigeren Schweregraden (EDSS-Werten)
dabei.
Aus
allen Ergebnissen wurde der Durchschnittswert errechnet.
EDSS
5,8
4,3
3,7 ......2,8
Monate
0
3
6 24
Ein
ganz wesentlicher Aspekt auch für die Lebensqualität von MS-Patienten ist das
Ausmass der Einschränkung der Gehfähigkeit. Unter den 48 Patienten befanden
sich anfangs 20, die auf den Rollstuhl angewiesen waren. Bereits nach 6 Monaten
hatten sich folgende Veränderungen ergeben:
5
Patienten waren weiter um Rollstuhl, 10 kamen an Gehstützen und 5 kamen ohne
Gehstützen in die Sprechstunde.
Auch
andere, durch die EDSS bewerteten neurologischen Symptome zeigten teilweise
erhebliche Besserungen.
Anmerkung:
Bei
Bedarf können Fachartikel zum Konzept an Interessenten direkt versandt werden:
"Zur
Chrono-Immunologie der Autoaggressionskrankheit Multiple Sklerose"
(Prozesskinetik des Schubes, Biorhythmik und Immunsystem)
"Die
metabolische Therapie der multiplen Sklerose"
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