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Wechseljahre - "bioidentische"
Hormone
Menopause
– Östrogene - Vorteile und Nachteile
Natürliches
Progesteron – Die Alternative aus der Natur
„Natürliches“ Progesteron
„Natürliches“ Progesteron befindet sich im menschlichen und
tierischen Organismus, nicht aber in der Natur. Allerdings kommt in der Natur
eine Vorstufe des Progesterons vor, das Diosgenin. Die Yamswurzel enthält
sehr viel Diosgenin, aber auch im Bockshornklee, in Sojabohnen und im Fenchel
kommt Diosgenin vor..
USP-Progesteron wird in ca. 5 chemischen Syntheseschritten aus dem natürlichen
Ausgangsstoff Diosgenin gewonnen. Dies scheint der einfachste und billigste
Herstellungsprozess zu sein. Woher das Diosgenin stammt, ob aus der wilden
Yamswurzel oder aus Bockshornkleesamen, u. a., wird von den Arzneibüchern
allerdings nicht vorgeschrieben. Bockshornkleesamen sind vermutlich das billigste
pflanzliche Ausgangsmaterial, sie werden daher am häufigsten verwendet.
In jeder sogenannten „Progesteron Creme“ ist Progesteron als ein
teilsynthetisches Produkt enthalten. Allerdings entspricht dieses Progesteron
bezüglich seiner chemischen Formel demjenigen in unserem Körper:
Biochemisch sind beide identisch!
„Wild Yam Extrakte“ enthalten Diosgenin, aber kein Progesteron.
Im menschlichen Organismus kann Diosgenin nicht in Progesteron umgewandelt
werden, weil das dafür verantwortliche Enzym fehlt. Diosgenin selbst
weist eine schwache Östrogen- aber keine Progesteronwirkung auf.
Physiologisches Progesteron zeigt keine Nachteile bezüglich Gewicht,
Diabetes, Blutfette und Bluthochdruck. Im Gegenteil, durch seine natriumausscheidende
Wirkung senkt es den (systolischen=oberen) Blutdruck.
Physiologisches Progesteron wirkt als Endorphinagonist, d.h. es fördert
die Endorphine. Endorphine sind körpereigene Opiate und als Glückshormone
bekannt. Sie lindern Schmerz und wirken Heisshungerattacken entgegen, sie
verhindern Depressionen und stimulieren unsere Glücksgefühle. Zusätzlich
steuern sie die Produktion von Sexualhormonen und wirken bei der Euphorie
mit. Progesteron in hohen Dosen kann (was beim Mann unerwünscht wäre)
zu Östrogenen umgewandelt werden (erwünscht in der Menopause).
Progesteron ist wie Östrogen eine fettlösliche Substanz und leitet
sich vom Cholesterin ab. Wegen der Verteilung im Fettgewebe dauert es mitunter
3 Monate bis eine Wirkung eintritt, bei schlanken Frauen wirkt das Progesteron
früher. Überdosierungen sind zu vermeiden. Bei zu hoher Dosierung
treten Nebenwirkungen in der Regel erst im 2. Monat der Einnahme auf und bestehen
in wasserbedingter Gewichtszunahme, Spannungen und Schwellungen der Brüste,
verkürzter Zyklusdauer, gelegentlich auch in Blähungen = Östrogenwirkungen.
Überschüssiges Progesteron wird in Östrogene umgewandelt: Folge
ist ein sekundärer Östrogeneffekt! Das natürliche Progesteron
ist frei von Nebenwirkungen und eventuelle Beschwerden sind nur östrogenbedingt.
Nach Reduktion oder Absetzen des Progesterons klingen diese östrogenbedingten
Erscheinungen innerhalb von 2-3 Monaten vollständig ab.
Über den Darm aufgenommenes Progesteron wird in der Leber weitgehend
inaktiviert. Es ist ratsam, Progesteron über die Haut oder vaginal anzuwenden,
um diesen “First-Pass-Effekt“ Effekt der Leber zu umgehen.
Progesteron Creme SevisanaLine 1.5% in reizfreier,
allergenarmer Grundlage, 100g Tube
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Zusammensetzung: Progesteron, Propylenglykol, gereinigtes Wasser, Cetylalkohol,
Polysorbat, hydriertes Erdnussöl, Aloe Vera Gel 1:1.
(allergenarme Grundlage). 5g (Menge eines gestrichenen Teelöffels) enthalten
80mg Progesteron.
Phyto-Soya (Isoflavone)
Soja-Isoflavone wirken östrogenähnlich und vermindern innerhalb
von 3-4 Wochen Wechseljahrbeschwerden. Phytoöstrogene der Sojabohne schützen
vor potentieller Gefahr typisch weiblicher Krebsarten. Als Nahrungsergänzung
werden 2 Kapseln pro Tag eingenommen.
Es sind die Soja-Isoflavone, die zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören
und auch als Phytoöstrogene bezeichnet werden. Ihnen verdanken wir die
gesundheitschützenden Eigenschaften.
Die Östrogenwirkung der Phytoöstrogene ist 500 bis 1000x schwächer
als diejenige unseres körpereigenen Östrogens. Daher wirken Phytoöstrogene
ausgleichend bei niedrigem Östrogenspiegel wie in der Menopause. Zugleich
können die Phytoöstrogene die Östrogenwirkungen auf Zellen
und Gewebe bei hohem Hormonspiegel abfedern und dadurch vor allem auch östrogenabhängige
Krebsrisiken so verringern.
Die Isoflavone und Lignane werden im Darm im Zuge der Verdauung durch die
Bakterien der Darmflora umgewandelt und erst diese aufbereiteten Isoflavone
(und Lignane) vermitteln echte positive Wirkungen im Körper.
Die Soja-Isoflavone (und Lignane) wirken aktivierend auf den Östrogen-beta-Rezeptor
(Kontaktstelle im Gewebe) und verstärken so die positiven Östrogeneigenschaften.
Zugleich schirmen die Isoflavone den risikovermittelnden Östrogen-alpha-Rezeptor
gegen Östrogen ab. Das Krebsrisiko des Östrogens wird dadurch geringer.
Wie kommt es, dass die von der Darmflora aktivierten Isoflavone (und Lignane)
einerseits bei Hormonmangel östrogenähnlich wirken und anderseits
bedrohliche Östrogenwirkungen abschirmen können, antiöstrogen
wirken?
Die spannende Entdeckung der unterschiedlichen Kontaktstellen (Rezeptoren)
für Östrogen beantwortet uns die Frage.
Östrogen vermittelt seine Wirkung wie andere Hormone auch über Rezeptoren
auf die Zelle und veranlasst bestimmte Reaktionen. In den 80er Jahren entdeckte
man neben dem Östrogen-alpha-Rezeptor auch einen Östrogen-beta-Rezeptor,
der ausschliesslich günstige Eigenschaften vermittelt. Auch ist die Verteilung
dieser Kontaktsteilen in den Geweben und Organen unterschiedlich.
So befinden sich die gesundheitsförderlichen Östrogen-beta-Rezeptoren
in den Blutgefässen, sowie in Lunge, Prostata, Blase, Knochen und Thymus.
Isoflavone unterstützen also deren Funktionen auch nach dem Abfallen
des Östrogenspiegels.
Der Östrogen-alpha- Rezeptor dominiert im Brustgewebe, im Uterus (Gebärmutter),
in der Eierstöcken, den Hoden und der Leber. Hier schirmen die Isoflavone
den Rezeptor gegen Östrogen ab, das Risiko einer Tumorerkrankung nimmt
dadurch deutlich ab.
Wenn in der Menopause die Östrogenproduktion nachlässt, dann steigen
die Hormone FSH und LH an.
Als Folge der verstärkten Ausschüttung von FSH und LH kommt es zu
plötzlich auftretenden Hitzewallungen und den nächtlichen Schweissausbrüchen.
Die Soja-Isoflavone (und Lignane) leisten einen östrogenähnlichen
Beitrag bei niedrigem Östrogenspiegel und vermindern zugleich das Ansteigen
von den Hormonen LH und FSH. Dadurch klingen die klassischen Beschwerden wie
Hitzewallungen und nächtliche Schweissausbrüche ab.
Soja-Isoflavone fördern den Erhalt des Knochens und wirken der Osteoporose
entgegen. Dies dürfte auch der Grund sein, warum in China und Japan,
in Ländern also wo kaum Milchprodukte eingenommen werden, die Osteoporose
nach der Menopause selten ist. In Europa und Nordamerika ist genau das Gegenteil
der Fall.
Die Soja-Isoflavone hingegen stimulieren die Knochen aufbauenden Osteoblasten
durch den Kontakt mit dem Östrogen-beta-Rezeptor. Dieser mässige
Reiz reicht aus, um kontinuierlich den Aufbau des Knochens zu fördern.
Verkaufspreise
Phyto-Soya Kapseln: 180 Kps. (3 Monate) CHF
80.-.
Phyto-Soya Extrakte sind gentechnisch freie
Zubereitungen. Die pflanzlichen Kapselhüllen sind gelatinefrei.
Cimifemin (Extrakt aus der Wurzel der Traubensilberkerze)
Es belegt als erstes Traubensilberkerzenpräparat die Wirksamkeit mit
einer randomisierten, placebokontrollierten Studie, und ist das erste Cimicifuga-Präparat,
das von den Krankenkassen vergütet wird.
Inhaltsstoffe wie Actein, Cimicifugosid, Cimicifugin könnten eine östrogenartige
Wirkung haben. Diese Vermutung ist aber noch nicht wissenschaftlich belegt.
Zusammen mit Cytisin, Isoferula-, Palmitin-, Öl-, Salicyl-, Ameisen-,
Essig- und Buttersäure, Gerb- und Bitterstoff, Saponin und Racemosin
werden Wechseljahrbeschwerden gemildert. Inzwischen wurde in wissenschaftlichen
Versuchen bestätigt, dass PMS und Wechseljahrbeschwerden bis zu 80% gelindert
werden können.
Östrogel - 17-beta-Estradiol - ein "bioidentisches"
Östrogen
Das natürliche Östrogen 17-beta-Estradiol begleitet uns durch die
Menopause: Das unsichtbare Gel ist einfach anzuwenden Perkutan, d.h. auf die
Haut) und in jedem Falle hautverträglich. Es verhindert Hitzewallungen
und Schweissausbrüche und verbessert zudem die Hautstruktur.
Kein “First-Pass-Effekt“ (Abbau in der Leber). Mit Östrogel
werden höhere Blutkonzentrationen erreicht als mit Östrogen-Hautpflastern.
Östrogene wirken kräftigend und erweiternd auf die Blutgefässe
und wirken damit der Arteriosklerose entgegen.
Östrogel verhindert den Verlust der Knochenmasse (Osteoporose) deutlich.
Östrogel verbessert die Blutfette durch Steigerung des „guten“
HDL Cholesterins und das „schädliche“ LDL Cholesterin wird
gesenkt.
Nutzen und Risiko einer Hormonersatztherapie
In einer Analyse von total 50 Studien konnte gezeigt werden, dass Frauen
mit Hormonmangelbeschwerden deutlich von einer Therapie profitieren konnten:
Das Gesamtcholesterin wurde gesenkt, die Schlafqualität wurde deutlich
verbessert. Man vermutet, dass damit sogar die Alzheimer Erkrankung verzögert
werden könnte, in jedem Falle aber nehmen Wallungen auf ein Minimum reduziert.
Herz-Kreislauf- Erkrankungen treten seltener auf, die Hormonersatztherapie
wirkt sich positiv auf das Zentralnervensystem aus und dank zahlreicher Studien
bewiesen werden, dass das Frakturrisiko (Knochenbruch) deutlich reduziert
wird.
Hormonersatztherapie: „Bioidentisches Östrogen“
+ „natürliches Progesteron“
Privatdozent Dr. med. Alexander Römmler (Gynäkologischer Endokrinologe
und Mitbegründer des Hormonzentrums München)
Die Hormonersatzbehandlung in Pillenform ist unter europäischen Verordnungsweisen
risikobehaftet. Mitbedingt durch die leberbedingten Belastungen von Östrogenen
in Pillenform (im Gegensatz zu Östrogenen, die durch die Haut aufgenommen
werden) ist das relative Venen-Thrombose-Risiko im ersten Anwendungsjahr um
das 3-4fache erhöht. Innerhalb von fünf Jahren steigen Komplikationen
der Gallenwege um das 2-fache an, das relative Brustkrebsrisiko etwa um das
1.3 bis 1.5fache. Der Zusatz von Progestagenen (künstlichen Progesteronen)
kann von Anfang an das Brustkrebsrisiko beträchtlich erhöhen. Innerhalb
von fünf Jahren werden in Europa relative Risiken von 1.5 bis 2.5 beobachtet.
Bereits die Darreichung von Östrogenen als Hautpflaster oder Cremes lässt
kein deutlich erhöhtes Thromboserisiko mehr erkennen.
Der Zusatz des natürlichen Progesterons (mikronisiert) über 25 Tage
pro Monat, hat in zwei französischen Studien bei Beobachtungszeiträumen
bis zu zehn Jahren, kein erhöhtes Brustkrebsrisiko mehr erkennen lassen.
Quellen: www.anti-aging-professionals.com/quellen010210.pdf
Östrogel und Progesteron verbessern Knochendichte
und Blutfettwerte
Östrogel verbessert die Blutfette durch Steigerung des „guten“
HDL Cholesterins und Senkung des „schädlichen“ LDL Cholesterins.
Im Gegensatz zu den künstlichen Progesteronen (Gestagene) vermindert
das physiologische Progesteron die günstige Wirkung des Östrogels
auf die Blutfette nicht!
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hellgrün:
1 Jahr lang nur Östrogel, im 2. Jahr
Östrogel + Progesteron (Utrogestan):
Deutliche Zunahme der Knochendichte
rot:
Placebo |
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hellgrün:
1 Jahr lang nur Östrogel
blau:
Im 2. Jahr Östrogel + Progesteron
(Utrogestan):
Deutliche Verbesserung der Blutfette |
Quelle: Vifor: Firmaprospekt
Östrogene - Wirkungen und Nebenwirkungen
| Günstige Wirkungen einer Therapie mit
„bioidentischem“ Östrogen (enthalten in Östrogel)
in den Wechseljahren auf: |
Mögliche unerwünschte Wirkungen von Östrogenen
(in Tablettenform)
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• Klimakterische Beschwerden
• Blasenprobleme / Inkontinenz
• Hautalterung
• Herzinfarkt
• Osteoporose/Knochenbrüche
• Dickdarmkrebs
• Alzheimer-Demenz
• Sterberate durch Krebs (alle)
• Gesamtsterblichkeit
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• Erhöht Wasser- und Salzgehalt in den Zellen und führt
so zu Wasserstau
und Blutdruckerhöhung.
• Verursacht intrazelluläre Hypoxie (Sauerstoffmangel innerhalb
der Zellen).
• Verringert die Wirkung von Schilddrüsenhormonen.
• Setzt Histamin frei.
• Erhöht die Blutgerinnung.
• Verdickt die Galle und erhöht damit das Risiko von Gallenblasenleiden.
• Beeinträchtigt die Libido.
• Erhöht die Wahrscheinlichkeit von Zystenbildungen in der
Brust, von
Fibromyomen in der Gebärmutter, von Gebärmutter- und Brustkrebs.
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Östrogene, dargereicht als Hautpflaster oder Hautcremes,
sind mit deutlich weniger Risiken behaftet als „orales“ Östrogen
in Tablettenform
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Unerwünschte Wirkungen auf Körper und Psyche unter Gestagengabe
(künstliche Progesterone)
| Körper |
Psyche |
• Bauchkrämpfe
• Erhöhte Unfallgefährdung
• Akne
• Druckempfindlichkeit der Brust
• Ungeschicklichkeit
• Schwindel
• Flatulenz
• Flüssigkeitsretention im Gewebe
• Generalisierte Beschwerden/Schmerzen
• Fettige Haut
• Kopfschmerzen
• Hitzewallungen
• Schlafstörungen
• Gewichtszunahme
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• Bauchkrämpfe
• Angst
• Apathie
• Depressive Verstimmung
• Entscheidungsschwäche
• Emotionale Labilität
• Vergesslichkeit
• Irrationales Verhalten
• Erhöhte Reizbarkeit
• Panikattacken
• Konzentrationsschwäche
• Rastlosigkeit
• Weinerlichkeit
• Müdigkeit
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Die günstigen Wirkungen von natürlichem
Progesteron (Kurzfassung)
• Erhält in der Schwangerschaft die Gebärmutterschleimhaut
und den Embryo
• Schützt vor Zysten in der Brust
• Hilft Fett in Energie umzuwandeln
• Fördert die natürliche Wasserausscheidung
• Wirkt antidepressiv auf ebenfalls natürliche Weise
• Fördert die Verwertung von Schilddrüsenhormonen: Schilddrüsenunterfunktion
und Stoffwechselträgheit verbessern sich
• Nnormalisiert die Blutgerinnung, Zink- und Kupferhaushalt
• Stellt einen normalen Sauerstoffspiegel her
• Schützt vor Gebärmutterkrebs und Brustkrebs
• Die Tätigkeit der knochenaufbauenden Zellen wird stimuliert:
Schützt vor Osteoporose
• Körpereigenes Kortison wird produziert: Lindert Rheumaschmerzen
und Allergien
Die günstigen Wirkungen von natürlichem
Progesteron (Übersicht)
Synthese
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Frau: Bildung in den Eierstöcken,
jedoch erst unmittelbar nach dem Eisprung, aber auch im Mutterkuchen
der schwangeren Frau. In kleineren Mengen wird Progesteron bei Mann
und Frau aus Cholesterin in den Nebennieren und beim Mann auch im Hoden
gebildet.
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Vorläufer
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Ist bedeutender Vorläufer
anderer Geschlechtshormone (Östrogene, Testosteron) und von Kortison
in der Nebennierenrinde. Die Erhöhung des körpereigenen Kortisons
lindert Rheumaschmerzen und Allergien.
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Schwangerschaft
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Fördert die Einnistung der
befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut. Erhält
in der Schwangerschaft die Gebärmutterschleimhaut und den Embryo.
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Weibliche Brust
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Schützt vor Zysten in der
Brust.
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Gegenspieler zu Östrogen
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Hemmt die krebsfördernde
Östrogenwirkung (Gebärmutter, Brust).
Vermindert die Östrogendominanz (Östrogendominanz = Motor
für Brust- und Gebärmutterkrebs):
Inaktiviert Östradiol zum weniger aktiven Östron.
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Libido
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Fördert die Libido.
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Gegenspieler zu Aldosteron
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Fördert die Wasserausscheidung,
besonders das Wasser, das sich vor der Menstruation in den Geweben angesammelt
hat (Brustspannen, Gedunsenheit, Gewichtszunahme vor der Menstruation).
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Psyche
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Beruhigung, Angstlösung,
Euphorisierung. Lindert Depressionen. Bei Progesteronmangel (auch beim
Mann) kommt es häufig zu Rastlosigkeit, Reizbarkeit und Überempfindlichkeit
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Schlaf
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In einer Studie bei zehn Frauen
in den Wechseljahren, die jeweils drei Wochen lang abends 300 mg natürliches
Progesteron oder Plazebo einnahmen, führte Progesteron zu einer
deutlich besseren Schlafqualität, die Wachzeiten nahmen ab und
REM-Schlaf-Phasen nahmen zu.
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Nerven(Hirnbahnen und
Körperbahnen)
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Fördert Wachstum und Regeneration.
Verbessert die Myelinschicht (=Nervenisolation), besonders wichtig bei
Multipler Sklerose (Nervenisolationsdefekt.)
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Schmerz
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Hebt die Schmerzschwelle an (Endorphineffekt).
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Körpertemperatur
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Erhöht die Körpertemperatur
(hilfreich bei der Gewichtsabnahme). Die wärmebildende (thermogenetische)
Wirkung hilft Fett in Energie umzuwandeln.
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Schilddrüse
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Fördert die Verwertung von
Schilddrüsenhormonen: Verhindert Schilddrüsenunterfunktion
und Stoffwechselträgheit. Östrogene beeinträchtigen die
Aktivität der Schilddrüsenhormone und stimulieren eine Unterfunktion.
Eine solche „Hypothyreose“ kann sich in Müdigkeit,
Beeinträchtigung der Libido und Kopfschmerzen ausdrücken.
Progesteron als Gegenspieler des Östrogens normalisiert die Schilddrüsenfunktion
und trägt zu einer besseren Gewichtskontrolle bei.
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Haut und Bindegewebe
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Hemmt Eiweiss abbauende Enzyme
und den Kollagenabbau. Vermindert Faltenbildung und fördert zusammen
mit Testosteron die Elastizität der Haut. Wirkt der Bindegewebsschwäche
entgegen.
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Knochen
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Stimuliert das Knochenwachstum und die Knochenfestigung (Osteoblasten).
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Gefässschutz
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Hemmt Wucherung glatter Gefässmuskelzellen. Entspannt die Gefässe
(Noradrenalin). Fördert die Durchblutung (NO-Effekt).
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Blutfette
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Verbessert die Blutfette. Im Verein mit Östrogen senkt es das schlechte
LDL-Cholesterin und erhöht das gute HDL-Cholesterin.
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Zink- und Kupferspiegel
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Normalisiert den Zink- und Kupferhaushalt.
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Darm
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Es besteht ein möglicher
Zusammenhang zwischen Progesteronmangel und Blähungen.
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Progesteron – Wissenswertes um eine natürliche
Sache
Dr. med. Jürg Eichhorn
Es ist eine Tatsache, dass viele pillenmüde Frauen um die 50 nicht
mehr willens sind, sich sang- und klanglos einer mit dem Makel der Unnatürlichkeit
behafteten Hormonersatztherapie zu unterziehen. Gerade diese Frauen aber sind
einer differenzierten Betrachtungsweise gegenüber sehr aufgeschlossen
und dankbar für alternative Heilmöglichkeiten.
Die Menopause ist eine Krankheit, eine Östrogen-Defizitkrankheit, so
wird sie von der WHO 1981 definiert. Zeitlich fällt die Umdefinition
der Menopause von einem natürlichen Geschehen zur Krankheit mit dem Aufkommen
synthetischer Hormone in den 60-er Jahren zusammen, ein Umstand, der zum Nachdenken
anregt.
Seit den 80-er Jahren ist die Menopause nicht mehr nur eine Hormondefizit-Krankheit,
sondern sie bedeutet auch Risiko (Beispiel Osteoporose). Beide Definitionen
sind angetan, der Frau „Krankheit und Gefahr“ zu suggerieren.
Die Hormonersatztherapie ist keineswegs von vornherein verwerflich, im Gegenteil,
sinnvoll und kritisch eingesetzt kann sie der Frau in ihren kritischen Jahren
sehr hilfreich sein.
Die Zeit vor der Menopause ist geprägt von einem Progesterondefizit.
Etliche Beschwerden der Frau zwischen 40 und 50 Jahren entsprechen daher nicht
einem Östrogenmangel, sondern einem Mangel an Progesteron, beziehungsweise
dem damit verbundenen, relativen Östrogenüberschuss, der Östrogendominanz.
Spannungszustände, das Gefühl aus „allen Nähten“
zu platzen, Gewichtszunahme, Depressionen, Ruhelosigkeit, erhöhte Empfindlichkeit
und Reizbarkeit, aber auch Blähungen des Bauches und vermehrtes Verlangen
nach Süssigkeiten sind typische Symptome dieser Zeit. Später gesellen
sich Hitzewallungen und Schweissausbrüche hinzu. Sie sind Ausdruck einer
erhöhten Aktivität im Hypothalamus (vasomotorische Labilität)
und als Folge von niedrigem Progesteron- und Östrogenspiegel zu interpretieren.
Für einige Symptome des prämenstruellen Syndroms ist letztlich ein
Progesteronmangel verantwortlich. Wenn in der zweiten Zyklushälfte ein
relativer Östrogenüberschuss besteht, leidet die Frau unter Hormonschwankungen,
was einige PMS-Beschwerden erklärt.
Diese Überlegungen befürworten, dass prämenopausale Beschwerden
grundsätzlich mit Progesteron zu behandeln sind und nicht mit Östrogenen.
Das Mittel der Wahl ist „natürliches Progesteron“, gewonnen
aus der wilden Yamswurzel aus Mexiko. Weltweit ist die Yamswurzel der Progesteronspender
und wird eigens zu diesem Zweck angebaut.
Über 5000 Pflanzen produzieren Phytohormone. Die Mistelpflanze ist ebenfalls
reich an pflanzlichen Hormonen. Zigeuner verwendeten Mistelsud für den
„Morgen Danach“ zur Auslösung der Menstruation. Völker,
deren Ernährung reich an frischem Gemüse ist, kennen kaum Progesteronmangelerscheinungen.
Während dem Klimakterium bleiben die Frauen dank diesen pflanzlichen
Hormonen vor Wechseljahrbeschwerden und Knochenschwund weitgehend verschont.
„Progesterondominante“ Frauen sind sexuell aktiver, leiden weniger
an Übergewicht, wirken ausgeglichener und leiden kaum an Menopausebeschwerden
oder Knochenschwund. Sie strahlen Gesundheit aus.
Unsere denaturierten Lebensmittel weisen einen deutlich reduzierten Gehalt
an Nahrungsfasern, Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und pflanzlichen
Hormonen auf. Mit unserer modernen Ernährungsweise (Fast Food) erhalten
wir die progesteronhaltigen Substanzen kaum noch.
Ovulationshemmer und Wechseljahr-Kombinationspräparate enthalten alle
„synthetisches Progesteron“, die sogenannten Gestagene oder Progestine.
Der Unterschied zwischen Gestagenen und „natürlichem Progesteron“
ist enorm (siehe Seite 7).
Die veränderte Molekularstruktur führt zu unerwünschten Nebenwirkungen
und verunmöglicht gewisse Metabolisierungen, Stoffwechselvorgänge,
die das „natürliche Progesteron“, sei es in unserem Körper
produziert, oder als Progesteroncreme aufgetragen, so wertvoll macht.
Progesteron leitet sich vom Cholesterin ab. Es ist also eine fettlösliche
Substanz. Wegen der Verteilung im Fettgewebe dauert es mitunter 3 Monate bis
zum Wirkungseintritt. Überdosierungen sind strikte zu vermeiden. Nebenwirkungen
bei zu hoher Dosierung treten in der Regel im 2. Monat der Einnahme auf und
bestehen in wasserbedingter Gewichtszunahme, Spannung und Schwellungen der
Brüste, verkürzter Zyklusdauer und gelegentlich treten auch in Blähungen
auf. Nach Lee (1) ist das natürliche Progesteron absolut frei von Nebenwirkungen
und die beobachteten Beschwerden sind rein sekundär östrogenbedingt.
Nach Reduktion oder Absetzen des Progesterons klingen diese Erscheinungen
innerhalb von 2-3 Monaten vollständig ab.
Über den Endorphin-Mechanismus (körpereigenes Morphium) ist das
natürliche Progesteron ein ausgezeichnetes Antidepressivum. Bei dieser
Indikation darf höher dosiert werden: Zyklusgerecht vom 12. oder 15.
bis 26. Zyklustag werden täglich 2 Teelöffel Progesteroncreme 1.5%
SevisanaLine aufgetragen. Mit dieser Dosierung verschwinden Depressionen innert
Kürze. Die Frauen berichten über eine deutliche Zunahme der Libido.
Vaginale Trockenheit und Reizblasenbeschwerden verschwinden. Dosisreduktion
nach 1 Monat je nach Beschwerden, Fettleibigkeit und Progesteronspiegel. Der
Pregnandiolspiegel im Urin ist Index für die körpereigene Progesteronproduktion.
Progesteron ist nicht Endprodukt, sondern Vorläufer anderer Hormone.
„Natürliches Progesteron“ besitzt neben der Wirkung aufs
Endometrium als schwangerschaftserhaltendes Hormon ausgeprägte biologische
Eigenschaften. Progesteron kräftigt das Arterien- und Venensystem, während
Östrogene die Gefässe erweitern. Leidet eine Frau unter Ovulationshemmern
oder einer Hormontherapie an Venenproblemen, so soll Progesteron als Creme
auf die Haut aufgetragen werden. Venenschmerzen werden so gelindert.
Progesteron erhöht die Empfindlichkeit der Östrogenrezeptoren, steigert
also die Östrogenwirkung. Die Zufuhr von Progesteron erhöht auch
die Aufnahme von pflanzlichem Östrogen, so dass sich unter Umständen
eine zusätzliche Östrogensubstitution erübrigt.
Progesteron ist in vielen Bereichen Gegenspieler des Östrogens. Es schützt
gegen deren unerwünschte Nebenwirkungen (Tab.3).
Über den Darm aufgenommenes Progesteron wird in der Leber weitgehend
inaktiviert. Es ist ratsam, Progesteron über die Haut oder vaginal anzuwenden,
um diesen “First-Pass-Effekt“ der Leber zu umgehen.
Zum Ausgleich der relativen Östrogendominanz ist das natürliche
Progesteron vor der Menopause das Mittel der Wahl. Nach der Menopause sinkt
der Östrogenspiegel auf ca. 50-60% des Ausgangswerts.
Die Progesteronproduktion kommt zum Erliegen. In dieser Situation ist „natürliches
Progesteron“ zwar immer noch indiziert, aber u. U. nicht mehr ausreichend.
Hitzewallungen, die das Lebensgefühl der Frau stark beeinträchtigen,
erfordern gelegentlich den Einsatz niedrig dosierter Östrogene (0.625
mg eines pflanzlichen Östrogens, z. Bsp. Östrogel). Alternativ kommen
Mittel wie Cimicifuga, Hormeel und Klimaktheel (Homöopathika), Vitamin-B6,
Vitamin-B Komplex, Vitamin-C Komplex u.a. zum Einsatz.
Östrogene schützen vor Osteoporose. Nach Lee (1) wird aber lediglich
der Abbau (die Osteoklastentätigkeit) gehemmt, während Progesteron
den Knochenanbau (die Osteoblastentätigkeit) fördert. Lee beobachtete,
dass Frauen, die jahrelang eine damals in den USA frei erhältliche progesteronhaltige
Feuchtigkeitscreme verwendeten, keine Osteoporose aufwiesen. Mehr noch, die
Haut zeigte weniger Faltenbildungen und klimakterische Beschwerden waren kaum
vorhanden.
„Die Kunst der Hormontherapie besteht darin, jene Dosis zu
finden, die die Natur uns vorgibt“, schreibt Prof. Dr. med. Johannes
Huber in seinem Buch „Hormone für die Schönheit“ (2).
Den Kelten wird der Brauch zugeschrieben ein Mädchen, das unter einem
Mistelzweig steht, küssen zu dürfen. Den Druiden, ihren Hohenpriestern,
war die Mistel wohlbekannt. Während des Druidenfestes, das jeweils am
22.12. begann und eine volle Woche dauerte, floss „Met“ versetzt
mit einem Schuss Mistelbeerensaft in Strömen. Die Kelten und Keltinnen
frönten dabei nicht nur dem heiligen Trunk, sondern auch recht ausschweifend
körperlichen Sinnesfreuden. Nach dem Fest kehrte in jeder Beziehung wieder
„Ruhe“ ein, die Frauen gingen wie immer ihrer häuslichen
Arbeiten nach und wurden nicht einmal schwanger.
Ob das „Zauberhormon“ der Mistel wohl „Progesteron“
heisst? Progesteron kommt in der Natur als Diosgenin vor. Nach dem derzeitigem
Wissensstand besitzt Diosgenin in unserem Körper keine biologische Aktivität.
Wir besitzen auch keine Enzyme, die Diosgenin in Progesteron umwandeln können.
Möglicherweise lehren uns die Kelten hier eines Besseren! Offenbar besitzt
Diosgenin eben doch eine stärkere Progesteronwirkung als landläufig
angenommen wird.
Heute wissen wir natürlich, dass Progesteron die Libido anregt aber
auch, wenn Progesteron abgesetzt wird, eine Periodenblutung eintritt.
Somit wurde jede Empfängnis, die in dieser Woche ungehinderten Sexuallebens
passierte, mit dem Einsetzen der Menstruation ausgeschlossen.
Dr. John R. Lee, ein amerikanischer Hormonforscher, fand dank eines Gesprächs
mit einer ortsansässigen Zigeunerin, die für ihre Behandlungen für
den „Morgen Danach“ bekannt war, heraus, dass sie ihren Erfolg
unter anderem der Verwendung der Mistel verdankte.
Progesteron ist im Körper der natürliche Gegenspieler zum Östrogen.
Wenn Östrogen im Körper natrium- und wasseranziehend, blutdrucksteigernd
und brustkrebsrisikofördernd wirkt, so ist bei Progesteron das Gegenteil
der Fall. Progesteron ist das schwangerschaftserhaltende Hormon.
Die „Wechseljahre“ beginnen mit einem Progesterondefizit. Viele
Beschwerden sind weniger auf einen Östrogen-, als vielmehr auf einen
Progesteronmangel zurückzuführen. Wasserstau, Venenprobleme und
Depressionen gehören dazu, wobei Hitzewallungen dem Östrogenabfall
zugeschrieben werden.
Hitzewallungen lassen sich aber trotzdem mit natürlichem Progesteron
therapieren, weil Progesteron körperintern die Östrogensynthese
ankurbelt und gleichzeitig die Östrogenrezeptoren stimuliert. Aus Progesteron
entsteht aber auch Kortison, das entzündungshemmend wirkt und somit bei
Weichteilrheuma einen positiven Effekt aufweist.
Es ist also sinnvoll, Menopausebeschwerden vorerst nur mit „natürlichem“
Progesteron, das im Gegensatz zu „künstlich hergestelltem keine
Nebenwirkungen aufweist, zu behandeln. In den meisten Fällen ist ein
Östrogenzusatz dann gar nicht mehr notwendig.
Würde man einer Frau, die nur einen Mangel an Progesteron aufweist,
eine der geläufigen „Wechseljahrmischungen“ aus Östrogenen
und künstlichen Progesteronen verordnen, so würde man ihr einen
Bärendienst erweisen. Zu den alten Beschwerden kämen unter Umständen
neue Befindlichkeitsstörungen wie Gewichtszunahme, Brustspannen und depressive
Verstimmungen hinzu.
Östrogene beeinträchtigen die Aktivität der Schilddrüsenhormone
und stimulieren so eine Unterfunktion. Eine solche „Hypothyreose“
kann sich in Müdigkeit, Beeinträchtigung der Libido und Kopfschmerzen
ausdrücken. Progesteron als Gegenspieler des Östrogens normalisiert
die Schilddrüsenfunktion und trägt so zu einer besseren Gewichtskontrolle
bei.
Bei Frauen ist die Knochenmasse Mitte 30 am höchsten. Bis zur Menopause
nimmt die Knochenmasse langsam und allmählich ab und beschleunigt sich
dann wieder für einige Jahre. Eine Östrogentherapie verlangsamt
das Fortschreiten der Osteoporose, kann sie aber weder verhinden noch den
Prozess umkehren. Das heisst, Östrogene verringern das Tempo des Knochenabbaus,
regen aber die Neubildung in der Regel nicht an. Progesteron dagegen stimuliert
die knochenaufbauenden Zellen, die sog. „Osteoblasten“, und führt
damit zu Neubildung von Knochen.
Einfluss des Lebensstils auf das Brustkrebsrisiko
Alkohol, Übergewicht und Rauchen fördern die Entstehung von Brustkrebs,
wobei übermässiger Alkoholgenuss eine massiv krebsfördernde
Wirkung haben kann. Sportliche Betätigungen dagegen wirken stark krebsvorbeugend.
Quelle: Vifor: Firmaprospekt
Brustkrebsprophylaxe
• Hören Sie mit dem Rauchen auf - Sie verringern ihr Risiko, an
Lungenkrebs und anderen Krebsarten wie z. B. an Gebärmutterhalskrebs
zu erkranken.
• Trinken Sie weniger Alkohol (maximal ein Viertel Liter Wein pro Tag).
• Betreiben Sie mehr Sport. Vier Stunden Sport in der Woche senken
das Brustkrebsrisiko um rund 61 Prozent.
• Essen Sie Sojaprodukte und Produkte mit Radikalfänqereigenschaften
(Tomaten, Brokkoli). Damit sinkt ihr Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, deutlich.
• Nehmen Sie mindestens 1 Gramm Calcium pro Tag zu sich. Damit schützen
Sie sich vor Osteoporose und auch vor Darmkrebs. Kalzium beugt ebenfalls dem
prämenstruellen Syndrom vor.
• Essen Sie genügend Salat und Gemüse. Derzeit geht man davon
aus, dass Folsäure vor Brustkrebs schützt.
• Es gibt eine Reihe von Obst und Gemüsearten wie Tomaten, Kohlgemüse
und Weintrauben, die durch spezielle Inhaltsstoffe gesundheitsfördernd
sind. Ein Kilogramm Brokkoli schützt wirkungsvoll vor Brustkrebs. Dies
gilt auch für grünen Tee. Insgesamt glaubt man heute, dass Antioxidanzien
(unter anderem Vitamin C und Vitamin E) gesundheitsfördernde Wirkungen
haben.
• Bereiten Sie Ihr Essen schonend zu. Es gibt Hinweise, dass Grillen,
Frittieren und zu starkes Braten zu einer Erhöhung des Krebsrisikos führen
kann.
Ungünstige Wirkungen des Östrogens
• Erhöht die Blutgerinnungsneigung: Risiko von Infarkt und Embolie
• Verringert die sexuellen Lustgefühle
• Verschlechtert die Blutzuckerwerte
• Fördert Zinkverlust
• Erhöht Kupfer im Blut
• Fördert Verlust von Vitamin C und insbesondere von Vitamin B6
• Reduziert den Sauerstoffspiegel in den Zellen
• Erhöht Risiko von Brustkrebs
• Erhöht Risiko von Gebärmutterkrebs
• Hemmt Ausscheidung von Kochsalz und Wasser: Wasserstauung, Spannungsgefühle
• Fördert Depression und Kopfschmerzen
• Verringert die Wirkung der Schilddrüsenhormone: Unterfunktion
der Schilddrüse und damit Stoffwechselträgheit
• Reduziert die Spannkraft der Blutgefässe: Probleme bezüglich
Venengefässe
Zu beobachtende Beschwerden bei Vitamin B6 – Mangel
• Wasserverhalten
• Orangenhaut
• Hypoglykämie
• Süssgelüste, Heisshunger
• Gewichtszunahme
• Leberschwellung
• Übelkeit
• Kopfschmerzen
• Hautprobleme
• Depression
Jede Frau, die unter Östrogentherapie steht, muss zwingend mindestens
40 mg Vitamin B6 zusätzlich einnehmen.
Empfehlenswert ist Vitamin B6 in aktivierter Form.
Zu beobachtende Beschwerden bei Zinkmangel (Symptome anfänglich unspezifisch
und diskret)
• Abneigung gegen Fleisch (typisch)
• Wundheilungsstörung
• Verminderte (zelluläre) Immunabwehr
• Zunahme der Infekthäufigkeit
• Anämie
• Haarausfall, Nagelbrüchigkeit
• Muskelzellabbau
• Gewichtsverlust
• Zungen- Mundschleimhaut Entzündungen
• Depression
• Apathie
• Demenz
• Sprachstörungen
• Fehlende Rekonvaleszenz im Alter
• Müdigkeit ohne Erholung und schlechter Allgemeinzustand
• Appetitlosigkeit
• Gestörter Geruchs- und Geschmackssinn
Gemüse, Obst und Früchte sind zinkarm und hemmen zusätzlich
die Zinkaufnahme aufgrund ihres Phytingehalts. Die wichtigsten Zinklieferanten
sind Fisch, Fleisch, Eier und Milchprodukte.
Hohe Kupferwerte im Blut
• Ablagerungen In verschiedenen Organen (z.B. in Gehirn, Auge und Leber)
• Auge Kayser-Fleischer Kornealring
• Leber Zirrhose
• Gehirn Die oxidierenden Kupferablagerungen führen zu einem Untergang
bestimmter Hirnzellen v.a. in den Basalganglien:
Verlust der Kontrolle über die Bewegung.
Schädigung weiterer Hirnareale: Neurologische Symptome, psychische Auffälligkeiten.
Die Östrogendominanz (Rubensfigur,
zu viel Östrogen, zu wenig Progesteron)
Die Zeit vor der Menopause ist die Zeit der Östrogendominanz. Besonders
in den ersten Jahren der Wechseljahre ist die Östrogendominanz weit verbreitet.
Der Körper produziert weniger Östrogene und Progesterone, prozentual
aber in der Regel viel weniger Progesteron, was zu den oben genannten Beschwerden
führen kann.
Dieses relative Zuviel an Östrogenen wird Östrogendominanz genannt.
Das Östrogen ist in dieser Situation nicht wirklich erhöht, vielmehr
spielt es im Körper eine dominante Rolle, weil das gegenregulierende
Progesteron nicht mehr ausreichend vorhanden ist.
Viele tierische Nahrungsmittel enthalten ein Übermass an Östrogenen,
weil den Futtermitteln Östrogene zugesetzt werden (Mastmittel), was die
Östrogendominanz noch zusätzlich verstärkt.
Zur Behandlung von Wechseljahrbeschwerden werden häufig östrogenhaltige
Mittel angewendet. Ohne den Gegenspieler, dem Progesteron, verstärkt
die zusätzliche Gabe von Östrogenen die Östrogendominanz.
Die Phase der Östrogendominanz beginnt mitunter schon ab dem 35Lebensjahr,
zu einer Zeit also, in der die Frauen noch nicht an die Wechseljahre denken.
In jüngeren Jahren können Zyklusstörungen oder das prämenstruelle
Syndrom (PMS) bereits Ausdruck einer Östrogendominanz sein.

Quelle: Vifor: Firmaprospekt
Zu beobachtende Beschwerden bei Östrogendominanz:
• Abnahme der Libido
• Prämenstruelle Stimmungsschwankung
• Depression
• Reizbarkeit
• Kopfschmerzen
• Spannung und Schwellung der Brüste, Mastopathie
• Wassereinlagerungen
• Geschwollene Füsse
• Gewichtszunahme, Fettdepots an Hüften und Oberschenkeln
• Süssgelüste
• Trockene Schleimhäute
• Schlaflosigkeit
• Schwindelanfälle
• Starke und unregelmässige Menstruation
• Gebärmutterfibrome
• Gefahr von Gebärmutterhalskrebs und Brustkrebs
• Neigung zu Eierstockszysten
Therapie der Östrogendominanz:
• Gewichtsreduktion (Fettgewebe produziert Östrogene!)
• Tierische Erzeugnisse verwenden, bei denen keine Östrogene als
Mastmittel zugesetzt wurden
• Phytoöstrogenreiche Ernährung, weil pflanzliche Östrogene
viel schwächer wirksam sind als das körpereigene Östrogen:
Damit wirken wir der Östrogendominanz entgegen!
• Progesteroncreme als Gegenspieler zum Östrogen
• Traubensilberkerzen-Phytotherapeutika (östrogenähnliche
Wirkung)
• Mönchspfeffer (verschiedene Inhaltsstoffe mit östrogenähnlicher
Wirkung. Es werden auch progesteronähnliche Effekte beschrieben)
Phytoöstrogene - pflanzliche Stoffe mit östrogenähnlicher Wirkung
• Phytoöstrogene sind aus Pflanzen extrahierte Stoffe, die mit
dem menschlichen Östrogen vergleichbar sind und eine ähnliche Wirkung
aufweisen.
• Phytoöstrogene befinden sich weitverbreitet in vielen Pflanzen.
• Sie gehören chemisch zu den Polyphenolen, von denen mehr als
8000 Substanzen als sekundäre Pflanzenschutzstoffe bekannt sind.
• Je nach Tierfütterung/Mast werden Phytoöstrogene auch in
tierischen Produkten (Milch, Fleisch, Fisch) nachgewiesen.
• Die Wirkung der Phytoöstrogene ist um einen Faktor 100-1000 mal
schwächer als diejenige von körpereigenem (bioidentischem) 17-beta-Östradiol.
• Mit einem Übermass an pflanzlicher, phytoöstrogenreicher
Nahrung, können trotzdem hohe Östrogenwirkungen im Körper erzielt
werden.
3 Phytoöstrogen-Klassen:
Isoflavone (Flavonoide) |
Sojabohnen, Sojaprodukte
Gemüse, Früchten
|
| Lignane |
Höchste Konzentration: Leinsamen
Weitere Quellen: Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Nüsse,
Preiselbeeren
Broccoli, Knoblauch, Getreide
Getränke: Grüntee, Schwarztee, Kaffee
|
| Coumestane |
Bohnensprossen
Klee
|
Die Wirkung der körpereigenen
und pflanzlichen Östrogene am Östrogenrezeptor alfa und beta
Alfa-Rezeptoren: Überwiegen
in Gebärmutter und Leber
Gemischte Verteilungen:
Brust, Eierstock und zentrales Nervensystem. Einzelne Zellen können beide
Rezeptoren gleichzeitig aufweisen.
Beta-Rezeptoren:
Sind im Gewebe häufiger vertreten als alfa-Rezeptoren. Gehäuftes
Vorkommen in Eierstock, Knochen, Immunsystem, Herzkreislaufsystem und im zentralen
Nervensystem.
17-beta-Östradiol: Bindet
sich gleich gut an beide Rezeptoren
Phytoöstrogene: Stärkere
Bindung an beta-Rezeptoren
Beschriebene Wirkungen der Phytöstrogene:
• Konkurrenz mit den körpereigenen Östrogenen am Östrogenrezeptor
im Gewebe
• Konkurrenz/Hemmung auch im Bereich der Hormonsynthese (Aromatase,
17beta-Hydroxysteroid-DH, 5alfa-Reduktase, damit wird die Gefahr an Prostatakrebs
zu erkranken deutlich verringert)
• Hemmung weiterer Enzymsysteme (Hemmung der Zellteilung, Anti-Krebswirkung)
• Antioxidative Effekte im Gewebe
• Wirkung auf Knochen, zentrales Nervensystem und Herz-Kreislaufsystem
• Kaum oder nur schwache Wirkung auf die Gebärmutter- und Scheidenschleimhaut
• Eine Verlängerung des Zyklus und eine Abschwächung der Blutung
ist nur bei extremer Phytoöstrogen-Diät möglich
• Das geringe Auftreten von Brustkrebs bei Asiatinnen scheint mit einer
sojareichen, phytoöstrogenreichen Ernährung im Zusammenhang zu stehen
• Günstige Wirkung auf Brustspannen/Mastopathie
• Phytoöstrogene scheinen im Vergleich zum körpereigenen Östrogen
bezüglich Osteoporose-Vorbeugung kaum von Nutzen zu sein.
• Phytoöstrogene in normalen Diätformen gelten als unbedenklich.
• Bei extremen Anreicherungen ist eine Verstärkung der Östrogendominanz
möglich.
Literatur
1. LEE J.R.: „Natürliches Progesteron – Ein bemerkenswertes
Hormon.“
AKSE-Verlag, Dr. med. W. Gerz, Sonnenlängstr. 2 D-81369-München.
ISBN 3-9805706-0-6.
2. HUBER J.: „Hormone für die Schönheit“. Ariston Verlag
Genf/München. ISBN 3-7205-7205-5.
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