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DHEA - Kurzinformation für Patienten


DHEA - Übersicht Wirkungen - Mangelerscheinungen - Therapie

DHEA und Altern:
DHEA ist ein wertvoller Indikator für das Altern und die Lebensdauer.

DHEA erhöht:
Erhöhte Androgenproduktion (Testosteron, männliche Hormone).
Nebennierenrinden-Krebs.
Adipositas (!).
Eierstockzysten (Stein-Leventhal-Syndrom).
Physiologisch abnorme Antwort auf Stress mit Verschiebung der
Kortiosnproduktion in Richtung DHEA auf Kosten von Kortison.

DHEA erniedrigt:
Sinkende Werte ab dem 30. Altersjahr bei beiden Geschlechtern auf 10%
Restproduktion zwischen dem 70. und 80. Altersjahr.
Physiologische Antwort auf Stress mit Verschiebung der Kortisonproduktion in Richtung Kortison auf Kosten von DHEA.

DHEA Wirkungen:
a) Vorläufer für andere Hormone: Testosteron, Östrogene, Wachstumshormon.
b) Biologisch in unserem Körper breite Aktivität.


DHEA Wirkungen allgemein

• Sorgt für mehr Energie
• Hebt das Wohlbefinden
• Stärkung des Immunsystem
• Krebsprophylaxe (teilweise)
• Verbesserter Fett- und Zuckerstoffwechsel
• Knochenstärkung
• Stärkung von Gedächtnis, Konzentration und Erinnerungsvermögen (wirkt Alzheimer entgegen)
• Wirkung gegen Depression und Ängstlichkeit: Hebt die Stimmungslage
• Verbesserung des Schlafs (REM-Schlaf)
• Verbesserung der körperlichen Fitness durch Erhöhung der Muskelmasse


DHEA Funktionen und Mangelerscheinungen

Gedächtnis:
Altersabhängige Abnahme der geistigen Fähigkeiten bei Mangel an DHEA.

Depression:
Altersdepression: DHEA erhöht den Serotoninspiegel.

Insulinresistenz:
Insulin bremst die Bildung von DHEA. DHEA erniedrigt bei Insulinresistenz.

Osteoporose:
Zunahme der hormonabhängigen Osteoporose bei Mangel an DHEA.

Atherosklerose:
Vermehrte Herz-Kreislaufprobleme bei Mangel an DHEA.
Männer: Schutzfunktion gegenüber Herz-Gefäss Erkrankungen, weil DHEA bei Männern vornehmlich zu Östrogenen umgewandelt wird (bei Frauen vornehmlich zu Testosteron).
Todesfälle von Männern über 50 sind verbunden mit niedrigen DHEA Werten. DHEA senkt auch Cholesterin: Es unterdrückt LDL-Cholesterin und erhöht HDL-Cholesterin. Bei Frauen ist eher das Gegenteil der Fall.

Immunität:
Verminderte Abwehrkraft mit zunehmendem Alter.
Bei Autoimmunerkrankungen führt DHEA zu deutlichen Verbesserungen.
Beispiel systemischer Lupus erythematodes: Mit Dosen von 200 mg DHEA
täglich während 3-6 Monaten sehr deutliche Verbesserung.

Krebs:
Erhöhte Krebsgefahr bei DHEA Mangel.
Erniedrigte DHEA Werte fand man bei Harnblasen-, Magen- und Prostatakrebs.
Erhöht bei hohen, unphysiologischen Dosen unter Umständen bei Frauen das Brustkrebsrisiko: hoher Testosteronanstieg. Bei niedriger DHEA Dosierung – mit geringem Testosteronanstieg innerhalb der physiologischen Grenzen - ist die krebsfördernde Wirkung wahrscheinlich zu vernachlässigen.
Ein Testosteronmangel andererseits ist bei Frauen verbunden mit einem erhöhten Herz-Kreislauf Risiko (Herzinfarkt, Schlaganfall).


Wann ist eine DHEA Therapie angezeigt?

• Patienten über 35 Jahre mit erniedrigten DHEA Spiegeln.
• Patienten mit bösartigem Krebsleiden.
• Störungen im Immunsystem, primär oder sekundär.
• Morbus Crohn, Allergien, Asthma.
• Autoimmunerkrankungen (Lupus, Rheumatoide Arthritis, Multiple Sklerose etc.).
• CFS (Chronisches Müdigkeitssyndrom).
• AIDS.

DHEA Dosierung

DHEA 25mg 1x1 Tbl. täglich während 4 Wochen.
Anschliessend 1x1 Tbl. täglich von Montag bis Freitag.
Laborkontrolle nach 3 Monaten.

Damit bewegt man sich in der Regel innerhalb der physiologischen Grenzen.