|
AD(H)S
Anders
Denken, Hören und
Sehen
Zum Online Shop
Mehr Infos (Vorträge, Skripte, Broschüren) im Downloadbereich
Ausführliche Beschreibung
im Downloadbereich (Definition - Laboruntersuchungen - therapeutische Möglichkeiten): Rubrik Hirnstoffwechsel
Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom - Hyperaktivitätsstörung
- Aminosäuren und Mikronährstoffe können helfen
Was ist ADHS?
ADHS ist eine bei Kindern verbreitete Erkrankung, die laufend an Bedeutung
gewinnt. Es ist jedoch keine reine Kinderkrankheit, da die Symptome, wenn
auch in etwas modifizierter Form, in 70% der Fälle ins Erwachsenenalter
"mitgenommen" werden. Während bei Kindern die Hyperaktivität
dominiert, ist es bei Erwachsenen eher das Aufmerksamkeitsdefizit.
"Bei AD(H)S handelt es sich nach dem aktuellen medizinischen
Forschungsstand um eine nachweisbare Funktionsstörung im Gehirn. Ein
mangelndes Gleichgewicht an Botenstoffen im Frontalhirn führt zu einer
permanenten Reizüberflutung, die sich in den Verhaltensauffälligkeiten
niederschlägt. Genetische Faktoren spielen dabei eine grosse Rolle. Auch
Komplikationen bei der Geburt begünstigen nach Untersuchungen die Entstehung
von AD(H)S" (Süddeutsche Zeitung vom 12.10.2006).
Wie kommt es zum ADHS?
Nicht eine schlechte Erziehung oder ungünstige Umweltbedingungen
sind für ADHS verantwortlich, sondern eine angeborene Konstitution. Heute
wird eine genetisch
bedingte neurobiologische Funktionsstörung im Bereich derjenigen Hirnabschnitte
angenommen, welche Steuerungs- und Koordinationsaufgaben in der
Informationsverarbeitung des Gehirns übernehmen. Unwichtige Reize und
Impulse können schlecht gehemmt oder ausgefiltert werden, das führt
schliesslich zu den
bekannten Symptomen.
ADHS = Genetik + Interaktion mit sozialen Umständen!
ADHS hat eine genetische Komponente (familiäre Häufung).
Die genetischen Störungen allein können AD(H)S auch nicht näherungsweise
erklären! Erst in Verbindung mit widrigen sozialen Umständen in
der Familie werden etwa 40% der Impulsivität und etwa 30% der Hyperaktivität
bei den Jugendlichen durch die genetische Störung erklärt
Offensichtlich wird durch die genetische Ausstattung besonders des Dopamin-Transportegens
(DAT1) eine Verletzlichkeit definiert, die erst im Zusammenspiel mit ungünstigen
sozialen Umständen zur Störung wird
AD(H)S – Die positiven Aspekte
Energieüberfluss – Neugier – Neuem gegenüber aufgeschlossen
Beträchtliche Leistungsfähigkeit + Vitalität + Innovationsfähigkeit
Anlage für überdurchschnittliche Intelligenz und Kreativität
Fähigkeit, andere zu begeistern
Ungewöhnlich einfühlsam
Diagnose
Laboranalysen: Neurotransmitterprofil, Fettsäurenprofil, Mikronährstoffprofile.
Verhaltensanalyse.
Mögliche Symptome
Unaufmerksamkeit
• ausgeprägte Konzentrationsstörungen
• leicht ablenkbar
• häufiges" nicht-zu-Ende-bringen"
• viele Flüchtigkeitsfehler
Hyperaktivität und Impulsivität
• Unruhe und Zappeln mit Händen und Füssen
• motorische Hyperaktivität
• häufiges, unangepasstes Umherspringen
• grosse Schwierigkeit, ruhig zu spielen
Therapiemöglichkeiten in der Übersicht
Ritalin
Aminosäuren – Balancierung der Neurotransmitter
Fischöl
Mikronährstoffe: Zink, Magnesium, Eisen
Aminosäure L-Theanin
EPD - Oligoantigene Diät (Hepart AG)
Ein häufig eingesetztes Medikament ist Ritalin oder ähnliche Psychopharmaka.
Gemäss einer Studie des Bundesamtes für Gesundheit ist von 1996
bis 2000 die verschriebene
Menge an Ritalin um das siebenfache angestiegen. Ein Medikament sollte vor
allem bei Kindern aber erst dann eingesetzt werden, wenn alle anderen Möglichkeiten
ausgeschöpft sind. Besonders interessant ist hier die Beziehung zwischen
selektivem Mikronährstoffmangel und der ADHS-Symptomatik, weil damit
ursächlich und ohne den Einsatz von Medikamenten eine deutliche Verbesserung
erreicht werden kann. Eine Mikronährstofftherapie kann auch in Kombination
mit der bestehenden Medikation begonnen werden und bei gutem Erfolg kann der
behandelnde Arzt auch die Medikamentendosis reduzieren.
Laborbestimmungen
1. Kryptopyrrol
Kryptopyrrol kann einen ersten Hinweis geben, ob Mikn nährstoffe eine
Verbesserung der Symptomatik bewirket können. Kryptopyrrol wird über
den Urin ausgeschieden
und zwar immer im Komplex mit B6 und Zink, die für die Bildung von Serotonin
von Bedeutung sind. Hohe Werte gehen also immer mit einer erhöhten Ausscheidung
dieser
Mikronährstoffe einher. Ist der Serotoninspiegel niedrig, kann es zu
fehlerhaften Abläufen kommen. Ein hoher Kryptopyrrolwert kann daher mit
den Symptomen des
ADHS in Zusammenhang stehen. Die ergänzende Gabe von B6 und Zink wird
von uns auf den Messwert abgestimmt.
2. Fettsäurequotient
Häufig ist ein Ungleichgewicht zwischen den bedeutend Fettsäuren
der Omega-3- und Omega-6-Reihe zu sehen. Die wichtigsten Vertreter hierbei
sind die Arachidonsäure
(w-6) und Eicosapentaensäure (w-3). Diese Fettsäuren sind Vorstufen
von Gewebshormonen und können so vermutlich den Neurotransmitterstoffwechsel
beeinflussen. Über
eine Verbesserung des Fettsäurequotienten kann die Symptomatik günstig
beeinflusst werden.
3. Magnesium
Magnesium kann bei Kindern, die am ADHS leiden, dazu beitragen, Symptome wie
Konzentrationsschwäche, Unruhe oder Schlafstörungen zu lindern.
Dies hat eine
Studie von Prof. Dr. Kurt Baerlocher, St.Gallen, gezeigt. 230 Kinder mit ADHS
und Magnesiummangel wurden dabei in zwei Gruppen aufgeteilt: Die Verum-Gruppe
erhielt zweimal täglich Magnesium (5 mmol), die Kontrollgruppe erhielt
ein Kalziumpräparat. Nach drei Wochen zeigte sind in der Verum-Gruppe
bei 80% der Kinder eine
deutliche Verbesserung der Symptomatik. Quelle: www.apo-online 112006
4. Zink
Modulierende Einflüsse auf verschiedene Neurotransmitter
Physiologischer Hemmstoff des Dopamin Transporters (DAT)
Bildung von Adrenalin und Noradrenalin über Zwischenstufen DOPA und Dopamin:
Dopamin-B-HydroxylasePhenylaethanolamin-N-MethyltransferaseGABA (Glutamat-Decarboxylase)
Zink ist interessant aufgrund seiner ähnlichen Wirkung mit Methylphenidat
Zinkmangel ist häufig bei ADHS Kindern
Mit Zink kann der Bedarf an Methylphenidat deutlich reduziert werden
3. Neurotransmitterprofil
AD(H)S ist eine Neurotransmitterstörung:
Am häufigsten: Mangel an Dopamin:
Antrieb
Am zweithäufigsten: Mangel an Serotonin: Impuls
Am dritthäufigsten: Mangel an Adrenalin: Aufmerksamkeit
Neurotransmitter sind chemische Substanzen, die die Signalübertragung
zwischen den Nervenzellen vermitteln. Man unterscheidet dämpfende und
erregende Neurotransmitter. Sie werden als Antagonisten bezeichnet und sollten
in einem ausgewogenen Verhältnis vorhanden sein. Diese Botenstoffe bestimmen
massgeblich unsere Stimmung und Leistungsfähigkeit. Das biochemische
Zusammenspiel der Neurotransmitter entscheidet darüber, ob wir uns depressiv,
ängstlich oder gestresst fühlen oder ob wir gut gelaunt und hoch
belastbar sind. Aber auch die Gedächtnisleistung, das Konzentrationsvermögen,
das Durchhaltevermögen und die Kreativität sind von den Botenstoffen
abhängig. Gerade bei der Bildung der klassischen Neurotransmitter spielen
die Aminosäuren eine zentrale Rolle. Glutaminsäure und Glycin wirken
als Aminosäuren direkt auf spezifische Rezeptoren im Gehirn. Phenylalanin
bzw. Tyrosin sind die Ausgangssubstanzen für die Bildung von Dopamin,
Adrenalin und Noradrenalin. Sie haben grossen Einfluss auf die Konzentrationsfähigkeit
und die Stressbewältigung. Aus der Aminosäure Tryptophan wird das
Serotonin gebildet, das eine Vielzahl von Funktionen hat. Die Aminosäure
Serin ist die Vorstufe von Acetylcholin, einem wichtigen Neurotransmitter
für das Lernen und die Gedächtnisbildung. Da am Neurotransmitterstoffwechsel
viele verschiede Mikronährstoffe beteiligt sind, kann auch durch eine
gezielte Therapie mit diesen Substanzen die Bildung der Neurotransmitter und
ihr Verhältnis zueinander positiv gesteuert werden.

Balancierung des Neurotransmitterprofils mit
Aminosäuren und Mikronährstofen: 3-Stufentherapie
Phase 1:
Stabilisierung Inhibitoren (1-2 Wochen)Phenylalanin, Glycin, Glutamin, Tryptophan,Taurin
+ Mikronährstoffe: Vitamin B6, B12, C, Folsäure, Niacin, Magnesium,
Zink, Selen, L-Theanin (Grüntee)
Phase 2:
Balancierung Inhibitoren – Exhibitoren (3 Wo. bis 3-6 Mo.)Tyrosin,
Phenylalanin, Tryptophan,Taurin+ Mikronährstoffe: Vitamin B6,B12,C,
Folsäure, a-Liponsäure, Pantothensäure, Riboflavin, Niacin,
Magnesium, Calcium, Zink, Selen.
Phase 3:
ErhaltungstherapieAminosäuren und Mikronährstoffe werden langsam
reduziert
Können Mikronährstoffe helfen?
Neurotransmitter sind einfach zu bestimmen (Speichel, Urin). Mit einer Blutprobe
können wir genauere Abstimmung über den Fettsäurequotienten,
Zink, Magnesium und Eisen erreichen. Die wichtigsten Mikronährstoffdefizite
(schon in der Schwangerschaft) sind: Fischöl (EPA, DHA), Zink, Magnesium,
Mangan, Eisen.
Was muss ich tun?
Bestellen Sie mit ärztlicher Absprache ein komplettes Neurotransmitter
Testset inkl. Mikronährstoffen (Hepart AG), welches die Probengefässe
und eine Anleitung enthält. Die detaillierte Auswertung enthält
neben den persönlichen Messwerten auch eine Empfehlung für eine
individuell abgestimmte Mikronährstoffmischung.
Krankheiten und Zustände, bei denen Neurotransmitterstörungen
eine Rolle spielen und Bestimmungen sinnvoll sind
Stress – akut/chronisch
Prämenstruelles Syndrom
Perimenopausales Syndrom
Chronisches Erschöpfungssyndrom
Fatigue
Burnout-Syndrom
ADHS
Reizdarmsyndrom
Migräne
Fibromyalgie
Übertrainingssyndrom
Depression
Posttraumatische Stress-Störungen
Adipositas
|